Nach Großbrand auf A40 in Mülheim/Ruhr – Eisenbahnbrücke muss abgerissen werden

Foto: Bundespolizei | aktualisiert am 18. September 2020, 17:42 Uhr

Die stark beschädigte Eisenbahnbrücke über der Autobahn A40, die am Donnerstag bei einem Großbrand infolge eines Unfalls stark beschädigt wurde, muss abgerissen werden.

Bei einem Unfall auf der A40 in Mülheim an der Ruhr ist am gestrigen Donnerstag (17. September) ein Lastwagen, der rund 35.000 Liter Kraftstoff geladen hatte, in Brand geraten. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort im Einsatz. Wie die Polizei laut Medienberichten mitteilte, soll der Fahrer des Tanklasters alkoholisiert gewesen sein. Er und ein weiterer Pkw-Fahrer wurden bei dem Unfall schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt.

Foto: Feuerwehr Mülheim an der Ruhr

Die mittlere der insgesamt fünf Brücken ist durch die enorme Hitzeentwicklung so stark beschädigt worden, dass das Bauwerk abgerissen und neugebaut werden muss. Wie die Deutsche Bahn am Freitagnachmittag mitteilte, sollen die Abrissarbeiten bereits in der kommenden Woche starten, die Vorbereitungen beginnen am Wochenende. Die betroffene Bahnstrecke sowie die unter der Brücke verlaufende Autobahn bleiben bis auf weiteres gesperrt.

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Laut einer Bahnsprecherin erfolgen derzeit parallel zu den Planungen für den Brückenabriss die Prüfungen der benachbarten Bauwerke inklusive der Energieanlagen und Technik. „Die Experten arbeiten seit den frühen Morgenstunden mit Hochdruck an der Statik- und Materialprüfung. Das konkrete Ausmaß der Schäden lässt sich erst nach Abschluss der Untersuchungen benennen“, so die Bahnsprecherin. Die aufwendigen Analysen der Brückenbauwerke werden voraussichtlich einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen.

Aufgrund einer geplanten Baustelle ist die dortige Bahnstrecke ohnehin bis Montagmorgen gesperrt. Da der Bahnverkehr aber auch danach nicht planmäßig wieder aufgenommen werden kann, laufen laut der Deutschen Bahn aktuell intensive Abstimmungen mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen und dem Aufgabenträger hinsichtlich Umleitungen und möglicher Ersatzkonzepte.


red