Fahrerassistenzsysteme sollen jährlich weitere 100.000 Tonnen CO2 einsparen – DB Regio schult Lokführer und Busfahrer

Foto: DB AG

Mit neuer Telematik-Technologie und Schulungen für nachhaltige Fahrweise will die DB Regio AG in Zukunft zusätzlich rund 100.000 Tonnen CO2 pro Jahr bei Zügen und Bussen einsparen.

Seit einigen Monaten hat die Nahverkehrstochter der Deutschen Bahn bei dieselbetriebenen Zügen Fahrerassistenzsysteme im Einsatz, durch die der Kraftstoffverbrauch deutlich gesenkt werden soll. Über Displays erhalten die Lokführer Fahrempfehlungen für eine energiesparende Fahrweise. Sie können dadurch noch vorausschauender fahren, bergab den Schwung nutzen und den Zug über weite Strecken rollen lassen. DB-Angaben zufolge kann so der Verbrauch im Schnitt um bis zu zehn Prozent gesenkt werden. Das mache eine Ersparnis von jährlich rund 11,5 Millionen Liter Diesel aus.


Bei Elektro-Triebzügen wird ein ähnliches System bereits seit einigen Jahren erfolgreich eingesetzt. Auch auf der Straße hat DB Regio Bus, der größte Busbetreiber Deutschlands, die Telematik-Technologie mittlerweile im Einsatz und kombiniert sie mit einem speziellen Training für die Busfahrer.

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„Wir handeln jetzt: Die Klimaziele warten nicht. DB Regio bringt den Verbrauch fossiler Kraftstoffe nach unten und hat die Klima- und Verkehrswende im Nahverkehr auch in den Zeiten von Corona fest im Blick“, sagt Jörg Sandvoß, Vorstandsvorsitzender von DB Regio.

Die Deutsche Bahn setzt sich als Ziel, bis 2050 ein klimaneutrales Unternehmen zu werden und auf dem Weg dorthin auf herkömmlichen Diesel zu verzichten. Dazu prüft sie verschiedene Möglichkeiten für alternative Antriebe und Kraftstoffe. Der Versuchszug advanced TrainLab fährt bereits mit einem Öko-Diesel, der die CO2-Emissionen um 90 Prozent reduziert. Auch im Regionalverkehr ist der Einsatz von Öko-Diesel geplant, dem bis zu 33 Prozent Öko-Kraftstoffe beigemischt sind.


red