Verbraucherschützer fordern kostenlose Sitzplatzreservierung in Fernzügen während der Corona-Pandemie

Foto: DB AG / Oliver Lang

Verbraucherschützer fordern die Deutsche Bahn auf, mehr für die Sicherheit ihrer Fahrgäste in Corona-Zeiten zu tun und Sitzplatzreservierungen kostenlos anzubieten.

Die Verkehrsexpertin des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (VZBV), Marion Jungbluth, sagte gegenüber dem Tagesspiegel, dass die Deutsche Bahn die Gebühr für die Sitzplatz­reser­vierungen auf allen Tickets streichen sollte. Dies sollte für einen Zeitraum von mindestens einem Jahr geschehen. Bislang kosten Reservierungen in der zweiten Klasse vier Euro.

„In der Pandemie-Zeit haben viele Menschen Sorgen, lange Zeit in überfüllten Zügen zu reisen“, betonte die Verbraucherschützerin. Die Abstandsregel könne in den Bahnen nicht stringent eingehalten werden. Es müsse daher alles getan werden, damit Fahrgäste intelligent in allen Wagen verteilt werden. „Die Belegungsanzeigen müssen zuverlässig sein, so dass Reisende auf weniger frequentierte Züge ausweichen können“, forderte Jungbluth, die beim Verband das Team Mobilität und Reisen leitet. Die Auskunft über die Belegung würde treffsicherer, wenn möglichst alle Fahrgäste einen Platz reservieren. Der Verzicht auf ein Entgelt für Reservierungen würde dabei helfen.


red