Zug überfährt auf Gleis gelegte Steine – Junge an Kopf verletzt

Foto: Pixabay (Symbolbild)

Ein 10-jähriger Junge ist am vergangenen Mittwoch (16. September) neben einem Bahngleis verletzt worden, nachdem er dort gemeinsam mit einem Freund mehrere Steine auf die Schienen gelegt hatte.

Die beiden Kinder hielten sich in der Ortslage Köthen in Sachsen-Anhalt am Bahnübergang Edderitzer Straße auf und legten dort Steine auf die Gleise. Als ein Zug die aufgelegten Hindernisse überfuhr, wurde einer der 10-Jährigen durch einen weggeschleuderten Stein unterhalb des linken Auges verletzt.

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Kurz darauf informierte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn die Polizei über Kinder, die sich im Bereich der Bahngleise aufhielten. Noch bevor Beamte der zuständigen Bundespolizeiinspektion Magdeburg am Ereignisort eintrafen, konnte eine Streife der Landespolizei die beiden Jungen in Obhut nehmen. Der verletzte Junge musste durch einen angeforderten Notarzt medizinisch versorgt werden und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Anschließend wurden die jeweiligen Erziehungsberechtigten durch die Bundespolizei verständigt und der zweite Junge an seine Eltern übergeben.

Laut einem Polizeisprecher hat sich die Präventionsbeauftragte der Bundespolizeiinspektion Magdeburg dem jetzigen Sachverhalt angenommen. Es sind Gespräche sowohl mit den Jungen, als auch deren Mitschülern in den jeweiligen Schulen geplant. 


Immer wieder weist die Bundespolizei auf die lebensgefährlichen Folgen eines unerlaubten Gleis­aufenthaltes hin. Gleisanlagen und Bahnübergänge sind keine Spielplätze! Die Gefahren, die von herannahenden Zügen und Oberleitungen sowie Steinen auf den Gleisen ausgehen, werden regel­mäßig unterschätzt. Das Betreten von Gleisanlagen an den nicht dafür vorgesehenen Stellen ist lebensgefährlich und für unberechtigte Personen verboten.


red