„WIFI@DB“: Deutsche Bahn bringt rollendes WLAN-Netzwerk an den Start

Foto: DB AG / Oliver Lang

Die Deutsche Bahn will mit ihrem kostenlosen Internetangebot „WIFI@DB“ Europas größtes zusammenhängendes WLAN-Netzwerk an den Start bringen. Die komplette ICE-Flotte, mehr als 100 Bahn­höfe, alle DB Lounges, erste Regionalzüge und Busse sind bereits integriert.

Die Deutsche Bahn baut ihre technische WLAN-Infrastruktur an den Bahnhöfen, in den Zügen und Bussen weiter aus. Wie das Unternehmen mitteilt, wurden in den vergangenen Jahren schon mehr als 200 Millionen Euro investiert. Allein in den aktuellen Ausbau des WLAN-Angebots „WIFI@DB“ fließen derzeit rund 44 Millionen Euro. Laut einer Bahnsprecherin wurden dafür bereits 230 Kilo­meter Kabel verlegt und 3.800 Access Points verbaut. Bis Ende 2020 sollen insgesamt 134 Bahn­höfe über das neue Angebot verfügen. 

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„Internet ist ein Grundbedürfnis. Das gilt für die eigenen vier Wände ebenso wie unterwegs“, erklärt Prof. Sabina Jeschke, DB-Vorständin für Digitalisierung und Technik. „Mit WIFI@DB werden unsere Züge noch ein Stück mehr zum verlängerten Wohnzimmer oder zum mobilen Büro. ‚Seamless connectivity‘ bedeutet mehr Komfort für Pendler und Geschäftsreisende, die im Zug, am Bahnhof und der DB Lounge durchgängig surfen können und sich auch für die Rückfahrt nicht erneut einloggen müssen.“ 

Bundesweit verfügen bereits über 600 Verkehrsstationen über kostenloses WLAN. Der jetzige Ausbau der über 130 Bahnhöfe bezieht sich – wie eine Bahnsprecherin auf Nachfrage erklärte – dabei rein auf das zusammenhängende Netzwerk. Nach dem Login verbindet sich das Endgerät automatisch mit dem nächstgelegenen WIFI@DB – egal ob an einem größeren Bahnhof oder im ICE. 


Die Deutsche Bahn bietet bereits seit 2017 ein flächendeckendes WLAN in ihren ICE-Zügen an. Hinzu kommen jetzt auch die IC-Züge, die gerade mit der entsprechenden Technik ausgestattet werden. Ab 2021 sollen zudem mehrere hundert Regionalzüge und Busse folgen.

Die wichtigste Voraussetzung für stabiles Surfen im Zug ist die ausreichende Mobilfunkabdeckung entlang der Bahnstrecken. Für den Netzausbau verantwortlich sind hier die Mobilfunkanbieter. Wie durch die Bundesnetzagentur vorgegeben, sollen bis Ende 2022 die wichtigsten, bis Ende 2024 alle Schienenwege mit Mobilfunk versorgt sein.


red