Nur „wenige“ Personen mit extremistischem Hintergrund im DB-Sicherheitsbereich bekannt

Foto: EVN

Dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) sind nur „wenige Einzelfälle bekannt, in denen Personen aus dem islamistischen Spektrum bei der DB Sicherheit GmbH beschäftigt sind oder waren“. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Bundestags­fraktion hervor.

Wie es in der Vorlage weiter heißt, seien in der Vergangenheit in wenigen Einzelfällen Hinweise auf Beschäftigungsverhältnisse von Angehörigen der islamistischen Szene bei der Deutschen Bahn AG oder hiermit verbundenen Unternehmen aus dem Sicherheitsbereich bekannt geworden. Zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens der Informationen bestanden diese Beschäftigungsverhältnisse den Angaben zufolge jedoch bereits nicht mehr bzw. wurden umgehend durch den Arbeitgeber beendet.


Zur Frage, ob es seit 2015 Fälle gab, in denen bei Beschäftigten im Sicherheitsbereich der DB „ein anderer extremistischer Hintergrund als ein islamistischer festgestellt wurde“, führt die Bundesre­gie­rung aus, dass dem BfV ein Fall mit rechtsextremistischem Hintergrund bekannt sei. Darüber hinaus seien dem Verfassungsschutz „wenige Einzelfälle von nicht islamistischen Ausländer­extre­misten bekannt, die bei der Deutschen Bahn beschäftigt sind“. Ob diese im Sicherheitsbereich des Unternehmens tätig sind, sei nicht bekannt.

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Wie die Bundesregierung ferner darlegt, werden Mitar­beiter der DB Sicherheit GmbH in relevanten und heraus­gehobenen Managementfunktionen der Zentrale sowie der Regionalbereiche systematisch im Rahmen des Sicherheitsüberprüfungsgesetzes (SÜG) und der Atom­recht­lichen Zuverlässigkeitsüberprüfungsverordnung (AtZüV) einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen. Für alle Mitarbeiter im operativen Dienst der DB Sicherheit GmbH sowie für Mitarbeiter von Nachunternehmen, die im Bereich der DB AG tätig werden, gelten laut Vorlage „die Anforderungen des Paragrafen 34a der Gewerbeordnung“.

Der Antwort zufolge unterliegt die DB AG dem „vorbeugenden personellen Sabotageschutz“ und hat einen Sabotageschutzbeauftragten. Ziel des vorbeugenden personellen Sabotageschutzes sei es, „potenzielle Saboteure als sogenannte Innentäter mittels Personenüberprüfungen von sicher­heitsempfindlichen Stellen in den Leitstellen des DB Konzerns fernzuhalten“.


red/hib