Bundespolizisten entdecken verängstigtes Schaf am Bahndamm

Foto: Bundespolizei

Zu einem eher ungewöhnlichen Einsatz wurden die Kräfte der Bundespolizei am Dienstag (29. September) gegen 14 Uhr gerufen. Die DB-Notfallleitstelle hatte nach dem Hinweis eines Lokführers mitgeteilt, dass sich Ziegen auf der Bahnstrecke zwischen Bad Doberan und Rostock im Gleis verirrt hätten.

Eingesetzte Beamte der Bundespolizeiinspektion Rostock entdeckten vor Ort ein Tier, das völlig verängstigt neben dem Schotterbett in einem Brombeerbusch kauerte und durch die Kräfte der Bundespolizei allein nicht geborgen werden konnte. Das Tier wurde als Kamerunschaf, ein westafrikanisches Zwergschaf, identifiziert, welches aufgrund seines kurzen Felles leicht mit einer Ziege verwechselt werden kann.

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Nachdem es den Bundespolizisten gelang, den Tierhalter ausfindig zu machen, konnte das Schaf mit dessen Hilfe wieder auf die Weide geführt werden. Polizeiangaben zufolge wies das Tier jedoch Verletzungen auf, die nach Ansicht des Halters aber eher durch Bisse als durch eine Kollision mit einem Zug verursacht wurden. Bei einer weiteren Untersuchung des Weidezauns konnten mehrere Überstiegs- und Untertunnelungsstellen festgestellt werden. Zudem wurde ein Teil eines bereits provisorischen Bauzauns gefunden, der nicht mehr an seinem ursprünglichen Platz stand.

Wie erste polizeiliche Ermittlungen ergaben, wurde der Zaun offenbar durch einen Graffitisprayer zerstört. Die Beamten konnten mehrere angebrachte Graffitis auf dem Grundstück des Tierhalters entdecken. Die weiteren Ermittlungen, insbesondere strafrechtlicher Art, werden durch die Bundespolizei geprüft.


red