Kinderwagen von Zug mitgeschleift – 19 Monate alter Junge wird schwer verletzt

Foto: imago images / Chris Emil Janßen (Symbolbild)

Ein 19 Monate altes Kind hat am Donnerstag (1. Oktober) einen Bahnunfall glücklicherweise überlebt. Der Gesundheitszustand des verunfallten Kindes sei stabil.

Wie die Polizeidirektion Bad Segeberg mitteilt, hatte sich gegen 17:35 Uhr in Norderstedt auf dem Bahnsteig der Station Friedrichsgabe ein Unfall ereignet. Bei dem Vorfall wurde ein Kleinkind schwer verletzt.

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Nach ersten Erkenntnissen der Polizei verließ die 34-jährige Mutter aus Norderstedt rückwärtsgehend den hinteren Zugteil der AKN-Bahn und zog einen dreirädrigen Kinderwagen hinterher, in welchem sich ein 19 Monate alter Junge in der Sitzschale angeschnallt befand. Noch bevor beide den Zug komplett verlassen hatten, schlossen sich die Türen und der Triebwagen setzte sich in Richtung Hamburg in Bewegung. Das vordere Rad des Kinderwagens wurde von der Zugtür eingeklemmt und ließ sich auch nicht mehr lösen. Der Kinderwagen wurde über den Bahnsteig und etwa 20 Meter mitgeschleift, ehe ein Bahnreisender die Notbremse betätigte. Durch den Nothalt öffneten sich die Türen des Zuges automatisch, was den Sturz des Kindes kopfüber mitsamt des Kinderwagens in das Gleisbett zur Folge hatte.

Polizeiangaben zufolge wurde der Junge durch den Aufprall und das Mitschleifen schwer aber nicht lebensbedrohlich verletzt. Nach dem Eintreffen der Rettungskräfte wurde das Kind in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Feuerwehr Friedrichsgabe leistete Hilfestellung beim Ausstieg der weiteren etwa 40 Fahrgäste aus der AKN-Bahn und der Rückführung zum Bahnsteig.


Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kiel wurde zur Rekonstruktion des Hergangs ein Sachverständiger zur Unfallstelle entsandt. Während der Unfallaufnahme wurde die Strecke in beide Richtungen eingleisig bedient, es kam zu Verspätungen im Betriebsablauf. Um 20:05 Uhr wurde die Strecke wieder freigegeben.


red