Faustschläge gegen Bahnmitarbeiter – Zugbegleiter erleidet Herzinfarkt

Foto: Bundespolizei (Symbolbild)

Ein Zugbegleiter ist am Freitag (2. Oktober) angegriffen worden. Polizeiangaben zufolge erlitt der 45-Jährige durch den Vorfall einen Herzinfarkt.

Wie die Bundespolizeiinspektion Hannover mitteilt, wurde der Bahnmitarbeiter von einem renitenten Reisenden in einem Intercity aus Berlin angegriffen. Aufgrund einer Vorerkrankung erlitt der Zugbegleiter durch die Faustschläge auf den Brustkorb einen Herzinfarkt und musste reanimiert werden. Der Intercity stoppte daraufhin außerplanmäßig in Wolfsburg und wurde ausgesetzt.

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Beamte der Polizeiinspektion Wolfsburg/Helmstedt konnten den Tatverdächtigen, einen ebenfalls 45-jährigen Mann, im Bahnhof stellen. Der Angreifer hatte keinen gültigen Fahrschein und fühlte sich Polizeiangaben zufolge als Türke diskriminiert.

Die Beamten leiteten gegen den Tatverdächtigen Ermittlungen wegen Körperverletzung ein. Weil er zudem mehrfach behauptete, LKA-Beamter zu sein, wurde darüber hinaus auch ein Ermittlungs­verfahren wegen Missbrauchs von Berufsbezeichnungen eingeleitet.

Zum derzeitigen Gesundheitszustand des Zugbegleiters liegen keine Informationen vor.

Weiterer Vorfall mit Angriff auf Schaffnerin

Zu einem anderen Vorfall kam es bereits am Mittag. Nach Angaben eines Bundespolizeisprechers war eine 55-jährige Zugbegleiterin in einer S-Bahn zwischen Haste und Stadthagen von einer weiblichen Reisenden ohne Fahrschein angegriffen und geschlagen worden. Die farbige Reisende flüchtete beim Halt in Stadthagen. Die Schaffnerin blieb unverletzt. Die Polizei hat die Videoauf­nahmen des Zuges für eine Auswertung sichergestellt.


red