Entwarnung nach Polizeieinsatz in Köln – Im Zug gefundener Sprengsatz war „nicht zündfähig“

Foto: imago images / Manngold (Archiv) | aktualisiert am 4. Oktober 2020, 09:10 Uhr

In Köln ist in einem abgestellten Zug ein „möglicher Sprengsatz“ entdeckt worden. Einer Reinigungskraft war in der Nacht zu Samstag ein verdächtiger Gegenstand aufgefallen.

Wie die Kölner Polizei am Samstagvormittag mitteilte, sei der verdächtige Gegenstand in der Nacht gegen 3 Uhr durch hinzugezogene Spezialisten der Bundespolizei entschärft worden. Um welche Art von Gegenstand es sich gehandelt hat, war zunächst unklar.

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Laut Medienberichten handelte es sich dabei um eine sogenannte „Unkonventionelle Spreng- und Brand­vor­richtung“, die aus einer Zündschnur, Feuerwerkskörpern, Schwarzpulverkugeln, Nägeln und Schrauben bestand.

Später teilte die Polizei mit, dass der Gegenstand in der Auffindesituation „nicht zündfähig“ gewesen wäre und von ihm offenbar „keine Gefahr“ ausging. „Die Experten gehen davon aus, dass selbst bei Entzündung mit einer Zünd­quelle die Nägel nur wenige Zentimeter bewegt worden wären. Eine Gefährdung von Menschen und Sachen wäre demnach auch nach Entzündung äußerst unwahrscheinlich gewesen“, so die Kölner Polizei.


Der Fund wurde in einem abgestellten Zug am Bahnhof Deutzer Feld gemacht, einem reinen Betriebsbahnhof, an dem keine Fahrgäste ein- und aussteigen. Das Bahngelände wurde anschließend weiträumig abgesperrt. Die Beamten durchsuchten insgesamt 27 Züge. Polizeiangaben zufolge wurden dabei keine weiteren Gegenstände gefunden. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an.


red