Linksextremisten bekennen sich zu Brandanschlag auf Berliner S-Bahn-Netz

Foto: EVN (Symbolbild)

Der herbeigeführte Kabelbrand im Berliner S-Bahn-Netz ist offenbar von Linksextremisten verursacht worden. Medienberichten zufolge hat sich eine „Feministisch-Revolutionär-Anarchistische-Zelle“ zu der Tat bekannt.

Laut einem Bericht des Tagesspiegel ist am Montagmittag auf der linksextremen Internetplattform indymedia.org eine Selbstbezichtigung mit dem Titel „Lockdown fürs kapitalistische Patriarchat“ veröffentlicht worden. Als Motiv gibt die Gruppierung die geplante Räumung des Hauses in der Liebigstraße 34 an. Die Ermittlungen der Berliner Kriminalpolizei dauern an.

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Seit Montagmorgen (5. Oktober) ist der S-Bahn-Verkehr auf den Linien S41, S42, S8, S85 und S9 zwischen Neukölln bzw. Baumschulenweg (über Ostkreuz) und Schönhauser Allee unterbrochen. Bislang unbekannte Täter hatten gegen 5 Uhr früh an einem Kabelzentralkasten im Bereich des S-Bahnhofs Frankfurter Allee vorsätzlich Feuer gelegt.

Nach Angaben der Deutschen Bahn wird an der Behebung der Störung mit Hochdruck gearbeitet. Voraussichtlich am Donnerstag (8. Oktober) gegen 4 Uhr soll der Zugverkehr zwischen Frankfurter Allee und Ostkreuz wieder aufgenommen werden. Die vollständige Aufnahme des durchgehenden Zugverkehrs wird allerdings erst für Freitag (9. Oktober) erwartet.


Diese Tat wäre nicht der erste Anschlag auf Bahninfrastrukturanlagen in Berlin, der zu massiven Störungen bei der S-Bahn führt. Ende September 2019 hatten Unbekannte Feuer an Kabel­schächten zwischen den Bahnhöfen Karlshorst und Wuhlheide gelegt. Bei dem damaligen Vorfall fielen zahlreiche S-Bahn-Züge über Stunden aus. Zu diesem Anschlag hatte sich eine linksextreme Gruppe bekannt.


red