Amprion nimmt rollendes Schwergewicht in Betrieb

Foto: Amprion/Raphael Foidl

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion mit Sitz in Dortmund nimmt einen eigenen Tragschnabelwagen in Dienst. Dieser wird für die Transporte von Großtransformatoren benötigt. Der 32-achsige Eisenbahnwaggon wurde von der Kübler Heavy Rail GmbH aus Michelfeld gebaut.

Information von Amprion

Am 6. Oktober hat der Übertragungsnetzbetreiber den neuen Tragschnabelwagen am Schwerlastterminal in Mannheim von der Firma Kübler übernommen. Henrik Kastner, Eisenbahnbetriebsleiter bei Amprion, sagt: „Die Zahl der Trafotransporte bei Amprion nimmt zu, und vor allem ist es für uns wichtig, Transporte planbar und zuverlässig dann durchzuführen, wenn es zur Umsetzung unserer Projekte notwendig ist.“

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Der 32-achsige Schwerlastwaggon wurde bei dem schwäbischen Eisenbahnspezialisten Kübler Heay Rail gebaut. Der Tragschnabelwagen kann alle Transformatortypen transportieren, die Amprion neu installiert – darunter Transformatoren und rotierende Phasenschieber mit bis zu 500 Tonnen Transportgewicht. Ein veralteter Transportwagen wird ausgemustert.

Hendrik Neumann, designierter CTO des Infrastrukturbetreibers, erläutert: „Zur Umsetzung der Energiewende müssen wir unser Netz so um- und ausbauen, dass es die Integration großer Mengen regenerativ erzeugten Stromes möglich macht.“ Dafür wird eine Vielzahl zusätzlicher Trafos und Phasenschieber benötigt, die quer durch Deutschland transportiert werden müssen.

Heinz Rößler, Kübler, stellt fest: „Der Transportbedarf für schwere Großtransformatoren, Generatoren und Maschinenteile wächst weiter. Für Amprion durften wir jetzt den größten je für den deutschen Markt hergestellten Tragschnabelwagen bauen.“

„Mit dem eigenen Waggon können wir im Bedarfsfall sehr schnell reagieren“, so Henrik Kastner. Dies ist für die Zuverlässigkeit der Stromversorgung wichtig.

Der Tragschnabelwagen ist über 50 Meter lang, rund 4,2 Meter hoch und drei Meter breit. Er wiegt leer 220.000 Kilogramm und kann 500 Tonnen tragen. Der 32-Achser soll die kommenden 40 Jahre seinen Dienst für ein sicheres Übertragungsnetz leisten.


red