Bahn baut Fernverkehrsangebot aus: Mehr Direktverbindungen und Halbstundentakt Hamburg–Berlin

Foto: DB AG / Hartmut-Joachim Sigrist

Der Fernverkehr der Deutschen Bahn wird zum Fahrplanwechsel 2021 weiter ausgebaut. Neben täglich 13.000 zusätzlichen Sitzplätzen werden vor allem die zentralen Verbindungen Hamburg–Berlin, NRW–Berlin und München–Zürich von der Angebotserweiterung profitieren. Tickets für den neuen Fahrplan sind ab dem 13. Oktober erhältlich.

Ab dem 13. Dezember startet die Deutsche Bahn zwischen Hamburg und Berlin erstmals einen Halbstundentakt. Laut DB-Fernverkehrschef Michael Peterson gebe man den Kunden damit „einen Vorgeschmack auf den Deutschlandtakt.“ Die Anzahl der Züge wächst künftig von bisher 46 auf bis zu 60 pro Tag an. Damit stehen 6.000 zusätzliche Sitzplätze für die Fahrt von der Elbe an die Spree zur Verfügung.

Mehr als verdreifachtes ICE-Angebot zwischen Bonn und Berlin

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Auch zwischen der Bundeshauptstadt und Nordrhein-Westfalen kommt es ab dem kommenden Fahrplan zu einer Erweiterung des Angebots. Ab Mitte Dezember werden die Städte Berlin und Bonn durch 14 ICE-Züge umsteigefrei verbunden. Das sind zehn Verbindungen mehr als heute. Neuss und Mönchengladbach werden täglich angebunden. Erkelenz kommt als ICE-Halt ganz neu hinzu.

Zwischen Köln, Hannover und Berlin rollen erstmals die neuen siebenteiligen ICE 4. Die Züge bieten jeweils 444 Sitzplätze und damit 17 Prozent mehr als die bisher eingesetzten ICE 2. Zwischen der Rheinmetropole und der Bundeshauptstadt können nun auch Fahrräder im ICE mitgenommen werden.

Neuer EuroCity-Express zwischen München und Zürich

Die drei großen Bahngesellschaften DB, ÖBB und SBB treiben mit einem neuen attraktiven Angebot zwischen München und Zürich die europäische Integration weiter voran. Gänzlich grün – unter neuem elektrischem Fahrdraht – übernimmt der EuroCity-Express mit ICE-Komfort den Betrieb. Häufiger und schneller als bisher: Mit zwölf Fahrten täglich und einer Reisezeit von vier Stunden verbindet er künftig die Metropolen. Ab Ende 2021 verkürzt sich die Fahrzeit weiter auf nur noch 3,5 Stunden.

Mehr Fernzüge fahren zu touristischen Zielen

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Auch das touristische Angebot wird ausgebaut: Ein täglicher Eurocity verbindet Berlin über Breslau mit Krakau. Neu an Samstagen im Winter ist eine umsteigefreie ICE-Verbindung von Berlin über Erfurt und Würzburg direkt in die Wintersportgebiete nach Tirol. Häufiger geht es mit ICE- und IC-Zügen auch an die deutschen Küsten – nach Ostfriesland, Mecklenburg-Vorpommern und Lübeck. Vielfach ganzjährig – und nicht mehr nur saisonal.

Als Bonus im neuen Fahrplan 2021 gibt es erstmals einen Fernverkehrshalt in Ringsheim/Europa-Park Rust. Zweimal täglich halten dort Fernverkehrszüge und bieten anreisenden Gästen z.B. aus dem Rhein/Main-Gebiet eine attraktive Alternative zur Anreise mit dem eigenen Auto.

Stärker im Takt: mehr Verbindungen an sieben Tagen der Woche

Einzelne Fahrten in Fahrplantakten werden künftig täglich – also sowohl unter der Woche als auch am Wochenende – angeboten. Das Ziel der DB: In den kommenden Jahren sollen bestehende Taktlücken durchgehend geschlossen werden. Im Fahrplan 2021 wird daher eine zusätzliche ICE-Verbindung Hamburg–Kassel–München die bestehenden Taktangebote verstärken. Lüneburg, Uelzen, Celle und Augsburg profitieren damit von mehr Direktverbindungen.


red/DB