Nach Fund von vermeintlichem Sprengsatz in Kölner Regionalbahn – Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

Foto: Pixabay (Symbolbild)

Nach dem Fund eines vermeintlichen Sprengsatzes in einem abgestellten Zug vor gut einer Woche in Köln hat die Polizei einen Tatverdächtigen in Lüdenscheid festgenommen.

Laut einer Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf und der Polizei Köln habe der 21-Jährige ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Der junge Mann räumte demnach ein, den Gegen­stand am 2. Oktober in der Regionalbahn abgelegt zu haben. In dem Paket, das einen Tag später entdeckt worden war, hatten sich Nägel und eine geringe Menge Schwarzpulver befunden.

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Als Motiv gab der Tatverdächtige laut Polizeiangaben eine Unzufriedenheit mit seiner prekären sozialen Lage an. Er habe mit seiner Tat öffentliche Aufmerksamkeit erregen wollen. Die Ermittler gehen davon aus, dass kein extremistischer Hintergrund vorgelegen habe. Der Festgenommene war zuvor polizeilich nicht in Erscheinung getreten.

Aufgrund fehlender Haftgründe entließ die Polizei Köln auf Anordnung der zuständigen General­staatsanwaltschaft den 21-Jährigen nach Vernehmung, erkennungsdienstlicher Behandlung und Gefährderansprache. Der Mann muss sich nun wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten verantworten.


Der Kölner Stadt-Anzeiger hatte berichtet, dass die Ermittler den Täter auf einem Überwachungs­video entdeckt hatten. Er sei allerdings maskiert gewesen. Die Zentralstelle Terrorismusverfolgung der Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft hatte den Fall wegen der Gesamtumstände über­nommen.


red/ots/RND