Zugbegleiter entdeckt „Trainsurfer“ auf Zugkupplung – Regionalzug auf freier Strecke gestoppt

Foto: Pixabay (Symbolbild)

Wegen einem sogenannten „Trainsurfer“ ist die Bundespolizei am frühen Sonntagmorgen (11. Oktober) nach Bordesholm im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein gerufen worden.

Polizeiangaben zufolge hatte der Zugbegleiter eines Regionalzuges auf der Fahrt zwischen Bordesholm und Neumünster außerhalb des Zuges eine auf der Kupplung sitzende Person erkannt. Dies teilte er dem Triebfahrzeugführer mit, der aus einer Geschwindigkeit von über 100 km/h umgehend eine Betriebsbremsung einleitete.


Advertisements

Als der Zug zum Stehen kam, war die Person verschwunden und konnte auch nicht mehr durch das Zugpersonal aufgefunden werden. Zwei Streifen der Bundespolizei suchten den Nahbereich ab.

Aufgrund der guten Personenbeschreibung durch den Zugbegleiter konnten die Beamten gegen 06:45 Uhr einen 17-jährigen Jungen im Bahnhof Bordesholm feststellen, auf den die Beschreibung passte. Der junge Mann wies zudem eine ungewöhnlich stark verschmutzte Hose auf. Bei einer Befragung durch die Bundespolizei leugnete er eine Mitfahrt mit dem besagten Zug. Auf der Dienststelle wurden Bilder von dem 17-Jährigen angefertigt um diese dem Zugbegleiter zur eventuellen Identifizierung vorzulegen. Ein Ergebnis stand zunächst noch aus.

Bei Übereinstimmung muss der alkoholisierte Junge, der einen Atemalkoholwert von 1,33 Promille aufwies, mit einer Anzeige wegen Erschleichens von Leistungen rechnen.

Aufgrund des Vorfalls war die Bahnstrecke für die Ermittlungen rund eine Stunde lang gesperrt. Es kam zu Zugausfällen und Verspätungen.


In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei vor derartig lebensgefährlichem Verhalten. Nicht nur, dass selbst bei langsameren Geschwindigkeiten ein Herunterfallen vom Zug tödlich enden kann, zieht dieses Verhalten strafrechtliche Konsequenzen nach sich.


red