Platzeck wird gemeinsamer Schlichter im Tarifkonflikt zwischen GDL und DB AG

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Im Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn AG und der Lokführergewerkschaft GDL wird der frühere Ministerpräsident von Brandenburg, Matthias Platzeck (SPD), als alleiniger und gemeinsamer Schlichter agieren. 

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Wie die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) mitteilt, habe man sich mit der Deutschen Bahn auf einen gemeinsamen Schlichter geeinigt. „Wir haben Herrn Platzeck als fairen, kompetenten und verlässlichen Schlichter bereits in den vergangenen beiden Schlichtungen bei der DB kennen und schätzen gelernt“, erklärt der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. Er sei ein „ausgewiesener Kenner der hoch komplizierten Tarifmaterie bei der DB“.

Der DB-Konzern will den Anstieg der Personalkosten dämpfen, weil die Einnahmen in der Corona-Krise eingebrochen sind. Mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat sie bereits einen Tarifvertrag vereinbart. Er sieht vergleichsweise geringe Einkommenssteigerungen vor. Die GDL hatte hingegen Verhandlungen mit Verweis auf „strukturelle Fehlentwicklungen“ innerhalb des Konzerns abgelehnt.



Die Gremien der GDL treten am heutigen Freitag in Fulda zusammen, um über ihre Forderungen zu beraten und zu beschließen. Kernthemen sind hierbei der Sanierungstarifvertrag „Covid 19“, Entgelterhöhungen, Arbeitszeitverbesserungen und Regelungen zur Sicherheit des Zugpersonals sowie zum Belastungsausgleich. Die Schlichtung soll am 22. Oktober in Berlin beginnen und drei Wochen dauern.


red