DB-Sicherheit und Bundespolizei informieren über Gefahren auf Bahnanlagen

Foto: Bundespolizei

In der vergangenen Woche waren ein Präventionsteam der Deutschen Bahn und die Präventionsbeauftragten der Bundespolizeiinspektion Düsseldorf gemeinsam am Neusser Hauptbahnhof unterwegs, um über das richtige Verhalten an Bahnanlagen aufzuklären.

Die Präventionsarbeit der beiden Partner zielt vor allem auf Jugendliche und Heranwachsende ab. Diese unterschätzen oftmals die Gefahren des Bahnbetriebes oder nehmen diese erst gar nicht wahr. Bei der gemeinsamen Aufklärungsarbeit wurde besonders auf das Thema Bahnstrom sowie den lebensgefährlichen Aufenthalt im Gleisbereich eingegangen.

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Dass es einen Spannungsüberschlag in der Nähe der stromführenden Oberleitung geben kann, war Raphael G. (19) aus Wuppertal zum Beispiel nicht bekannt. Die Verwunderung, dass der Strom in Form eines Lichtbogens, je nach Wetterlage, selbst Objekte in 1,5 Meter Entfernung treffen kann, war groß. 15.000 Volt in Verbindung mit 1.000 Ampere lassen dem menschlichen Körper nur selten eine Überlebenschance. Opfer von Stromunfällen müssen in jedem Fall mit schwersten Verbrennungen rechnen. Alles Hinweise, die der 19-Jährige nach eigenen Angaben an sein Umfeld weitergeben möchte.

Neben der Gefährlichkeit des Bahnstroms ging das Präventionsteam aber auch auf den unbefugten Aufenthalt im Gleisbereich ein. Dilara Cevic, DB-Prävention NRW, und Armin Roggon, Präventionsbeauftragter der Bundespolizeiinspektion Düsseldorf, erklärten der Zielgruppe – vorrangig im Alter zwischen 14 und 21 Jahre – wie lebensgefährlich ein Aufenthalt im Gleisbereich sein kann. Den angesprochenen Personen wurde erklärt, dass Züge nahezu geräuschlos fahren und oft erst sehr spät erkannt werden. Ein schnelles Ausweichen, wie bei einem Pkw ist hier nicht möglich. Außerdem betonte die Bundespolizei, dass Zugfahrten auf Gleisanlagen zu jeder Zeit und an jedem Ort stattfinden können. Das Besteigen eines Eisenbahnwaggons sei daher mit enormen Risiken verbunden. Einerseits der Bahnstrom in der Oberleitung und möglicher Zugverkehr.

Im Ergebnis hatte das Präventionsteam nach den Aktionen und den damit einhergehenden Gesprächen den Eindruck, dass die jungen Bahnreisenden sehr dankbar für die Aufklärung waren und die Gefahren des Bahnbetriebes ein Stück weit besser verinnerlicht haben.


red