„Museumsstandort in historisch einzigartigem Gebäude“ – Bund will Hamburger Bahnhof in Berlin erwerben

Foto: Jens Ziehe

Der Bund hat großes Interesse am Erwerb des ehemaligen Hamburger Bahnhofs in Berlin, um den Museumsstandort in dem historisch einzigartigen Gebäude auf Dauer zu sichern.

Wie es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion heißt, werden von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben derzeit Gespräche mit der Eigen­tümerin des Grundstücks, der österreichischen Immobilienaktiengesellschaft CA Immo, zum Erwerb des Hamburger Bahnhofs geführt.

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Der Hamburger Bahnhof gehöre als Ausstellungshaus zu den derzeit sechs Standorten der Nationalgalerie als Teil der Staatlichen Museen zu Berlin in der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, schreibt die Bundesregierung. Das Gebäude werde seit 1996 von der Stiftung genutzt und sei ein eingeführtes Markenzeichen für die Kunst der Gegenwart. Das Haus beherberge umfangreiche Sammlungen zeitgenössischer Kunst von Weltrang, die in wechselnden Ausstellungen gezeigt würden. Es handele sich um das größte Gebäude der Nationalgalerie und einen der meistbesuchten Standorte der Staatlichen Museen. „Der Bund hat großes Interesse am Erwerb der Liegenschaft, um den Museumsstandort in dem historisch einzigartigen Gebäude auf Dauer zu sichern“, heißt es in der Antwort.

Foto: Staatliche Museen zu Berlin / Thomas Bruns

Der Hamburger Bahnhof ist ein ehemaliger Berliner Bahnhof, der seinerzeit Anfangspunkt der Berlin-Hamburger Bahn war. Das ehemalige Empfangsgebäude, das sich an der Invalidenstraße im Ortsteil Moabit befindet, ist das einzige erhaltene der großen Berliner Kopfbahnhöfe. Es stammt aus den 1840er Jahren und ist damit eines der ältesten Bahnhofsgebäude Deutschlands. Das im spätklassizistischen Stil gehaltene Bauwerk wurde von Friedrich Neuhaus und Ferdinand Wilhelm Holz entworfen. Im Jahr 1884 wurde der Bahnhof für den Personenverkehr geschlossen und der Verkehr auf den benachbarten Lehrter Bahnhof verlagert. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wird das Empfangsgebäude als Museum genutzt.


red/hib