Keine Suche nach Alternative für Bahnchef Lutz – Aufsichtsrat der DB AG weist Medienbericht zurück

Foto: DB AG | aktualisiert am 23. Oktober 2020, 16:50 Uhr

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG hat einen Bericht des Manager Magazins vom gestrigen Donnerstag als falsch zurückgewiesen. Die Wirtschaftszeitung hatte spekuliert, dass man dort bereits nach einem Nachfolger für Bahnchef Richard Lutz suche.

Als haltlos und frei erfunden weist die Deutsche Bahn AG die Darstellung zurück, dass der DB-Aufsichtsratsvorsitzende Michael Odenwald einen Headhunter beauftragt habe, um „nach einer potenziellen Alternative für Lutz zu fahnden“. Der Vertrag des derzeitigen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Richard Lutz, läuft bis März 2022. „Was das Manager Magazin als Auftragsvergabe in ‚strenger Diskretion‘ bezeichnet, entbehrt jeder Grundlage“, so Odenwald.

Die Zeitung hatte unter anderem berichtet, dass der Bahnchef sein Büro im Berliner Bahntower schon lange nicht mehr betreten habe. Lutz arbeite offenbar durchweg von zu Hause aus, heißt es. Auch soll er zuletzt keine externen Termine mehr wahrgenommen haben. Hinter dem Verschwinden stecke laut der Zeitung offenbar auch ein Krankheitsfall in der Familie, der ihn zwingt im Homeoffice zu arbeiten.

Laut dem Bericht sei im Aufsichtsrat wohl die Sorge aufgekommen, Lutz könnte sein Amt unversehens niederlegen. Zumindest scheint Kennern fraglich, ob der Vorstandschef noch Interesse an einer Verlängerung seines Vertrages habe, schreibt die Zeitung.


red