NVR und DB investieren in Bahnsteigreaktivierung am Bahnhof Euskirchen

Foto: NVR / Lutz Oppermann

Der Nahverkehr Rheinland (NVR) und die Deutsche Bahn (DB) gehen einen wichtigen Schritt für die Zukunftsfähigkeit des Schienennetzes im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen: An Gleis 46 des Bahnhofs in Euskirchen wird der Bahnsteig umgebaut und reaktiviert, damit zukünftig die Eifel-Bördebahn (RB 28) dort halten kann.

Im Rahmen der momentan bereits laufenden Arbeiten wird der Bahnsteig auf eine Länge von 120 Meter und eine Höhe von 55 Zentimeter umgebaut. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 3,8 Millionen Euro. Die Umbauarbeiten an dem Bahnsteig können voraussichtlich im Dezember beendet werden. Anschließend müssen noch die Signalanlagen angepasst werden. Daher kann der reaktivierte Bahnsteig voraussichtlich im Februar 2021 in Betrieb genommen werden.

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„Der große Vorteil der Reaktivierung des Bahnsteigs liegt darin, dass die Eifel-Bördebahn zukünftig im Euskirchener Bahnhof nicht mehr die Gleise der Eifelstrecke queren muss“, so Manfred Gutfrucht, Projektleiter bei DB Netz. „Dies führt zu einer deutlichen Entspannung in diesem stark frequentierten Knotenpunkt, da die Züge bislang auf Gleis 4 wenden müssen.“ NVR-Geschäfts­führer Heiko Sedlaczek ergänzt: „Nur durch die Reaktivierung des Gleises 46 ist zukünftig ein Stundentakt der RB 28 von Euskirchen nach Düren fahrbar. Die Aufnahme des Stundentakts wird möglich, wenn die notwendigen Arbeiten an der Strecke abgeschlossen sind. Dies ist für Dezember 2021 anvisiert.“

Landrat Günter Rosenke sieht in den derzeitigen Umbauarbeiten eine klare Stärkung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im Kreis Euskirchen: „Dies ist eine weitere millionenschwere Investition, die beim Ausbau des klimafreundlichen Zugverkehrs enorm hilft.“

Mit Einführung des Stundentaktes auf der Bördebahn soll sich die Attraktivität der Schienen­strecke, insbesondere auch für Berufspendler deutlich erhöhen. Sofern die Infrastrukturarbeiten planmäßig verlaufen, soll Ende 2021 eine Fahrzeit zwischen Euskirchen und Düren von unter 40 Minuten erreicht werden.

Der Stundentakt auf der Bördebahn soll zudem die Chance bieten, das bestehende Busangebot auf den Zugverkehr anzupassen. Dazu wollen sich die Kreise Euskirchen und Düren in den nächsten Wochen intensiv austauschen.


red