Hamburg-Wilhelmsburg: Zweites elektrifiziertes Gleis sorgt für bessere Hafenanbindung

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Seit dem 25. Oktober ist in Hamburg das zweite, elektrifizierte Gleis zwischen dem Bahnhof Wilhelmsburg und dem Hafen in Betrieb genommen worden.

Das neue Gleis auf der sogenannten Nordkurve Kornweide sorgt künftig dafür, dass die neu errichteten Aufstellgleise im Bahnhof Wilhelmsburg optimal angebunden werden und die Kapazität in der Anbindung des Hafens an das Netz der Deutschen Bahn AG gesteigert wird.

„Mit der Inbetriebnahme des zweiten Gleises in der Nordkurve Kornweide ist ein wichtiges Etappenziel bei der weiteren Verbesserung der Anbindung des Hafens an das Hinterland erreicht“, sagt Harald Kreft, Leiter Railway Infrastructure bei der Hamburg Port Authority (HPA). „Zusammen mit der Neuen Bahnbrücke Kattwyk über die Süderelbe im Hafen entstehen zusätzliche Kapazitäten auch für Verkehre von und zu den Terminals in Waltershof und Altenwerder.“

Die nicht mehr benötigten Bahnbrücken über die alte Wilhelmsburger Reichsstraße werden Stück für Stück durch einen Bahndamm ersetzt. In diesem Zuge werden die Bestandsgleise erneuert.

Vor etwa einem Jahr starteten die Vorbereitungen zum Bau des zweiten Gleises in der Nordkurve Kornweide. Der Bedarf für dieses zusätzliche Gleis wurde bereits 2016 beim Bau der neuen Bahnbrücken über die B4 / 75 berücksichtigt und der alte Bahndamm durch eine seitliche Überschüttung verbreitert. Gleichzeitig wurde auch in der Südkurve Kornweide, die den Hafen und Harburg verbindet, die Leit- und Sicherungstechnik angepasst, sodass nun auf allen Gleisen ein Gleiswechselbetrieb, also ein Zweirichtungsverkehr, möglich ist. Dieses erhöht die Flexibilität in der Betriebsabwicklung und hilft so Verzögerungen zu reduzieren.


red