Eisenbahnergewerkschaft fordert Gehaltsstopp für Vorstände des DB-Konzerns

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Auch die Vorstände der Deutschen Bahn AG müssten sich an der Bewältigung der Corona-Folgen beteiligen, fordert die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Die Manager sollten daher auch 2021 und 2022 auf eine Erhöhung ihrer Gehälter verzichten. 

Bereits jetzt rechnet der DB-Konzern aufgrund der Corona-Krise laut der EVG bis zum Jahr 2024 mit Verlusten von mindestens 8 bis 10 Milliarden Euro. Daher fordert die Gewerkschaft einen zweijährigen Stopp an Gehaltserhöhungen für Vorstände und Führungskräfte. „Die Beschäftigten, die den Laden seit Monaten unter schwierigsten Bedingungen am Laufen halten, bekommen eine moderate Gehaltssteigerung. Sie erwarten jetzt ein klares Signal der Konzernführung“, heißt es von Seiten der EVG.

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Nach Ansicht der Arbeitnehmervertreter müsse das ganze Vergütungssystem für Führungskräfte generell überprüft werden. Es müsse transparenter und gerechter sein als heute. Die EVG will hierzu einen Vorschlag erarbeiten. „Nur wenn alle mitmachen, geht es fair nach vorne“, so die Gewerkschaft.

Die Deutsche Bahn und die EVG hatten sich im September auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Dieser sieht für die Beschäftigten unter anderem nur eine geringe Lohnsteigerung um 1,5 Prozent, einen verbes­serten Kündigungsschutz sowie die Verlängerung von Regelungen für Kinderbetreu­ung und Pflege in Corona-Zeiten vor.


red