Modernisierung abgeschlossen – Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart geht pünktlich wieder in Betrieb

Foto: DB AG / Markus Kehnen

Die Modernisierungsarbeiten auf der Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart werden pünktlich abgeschlossen. In 205 Tagen wurde die 99 Kilometer lange Trasse für 183 Mio. Euro komplett erneuert. Ab Sonntag (1. November) verkehren die ICE-Züge zwischen Mannheim und Stuttgart wieder in knapp 40 Minuten.

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Die 99 km lange Schnellfahrstrecke zwischen Mannheim und Stuttgart wurde 1991 in Betrieb genommen. Sie verläuft durch geologisch anspruchsvolles Gebiet und führt durch 15 Tunnel mit in Summe 31 km Länge und über 90 Brücken. Hochgeschwindigkeitszüge fahren dort mit bis zu 280 km/h, auch Nahverkehrs- und Güterzüge nutzen die Strecke. Rund 24 Millionen Fahrgäste jährlich sind zwischen Mannheim und Stuttgart unterwegs.

Nach mehrjähriger Planung und Vorbereitung hatten die Arbeiten am 10. April 2020 begonnen. Erneuert wurden 190 Kilometer Gleise, 54 Weichen und 300.000 Schwellen. Neben 200.000 Tonnen Neuschotter wurden 240.000 Tonnen wiederaufbereiteter Altschotter eingebaut.

Foto: DB AG / Markus Kehnen

Die Deutsche Bahn hat die umfangreichen Arbeiten gebündelt und mit modernsten Bauverfahren durchgeführt. Mit dem kundenfreundlichen Bauen sei es dem Unternehmen gelungen, die Sperrzeit zu verkürzen und fast 23.000 Zugausfälle zu vermeiden, teilte eine Bahnsprecherin am Samstag mit.



Erneuerung der DB-Schnellfahrstrecken

Mit den ersten Schnellfahrstrecken Hannover–Würzburg und Mannheim–Stuttgart begann vor rund 30 Jahren eine neue Ära im Bahnverkehr. Nun werden die Strecken noch bis 2023 fit für die Zukunft gemacht. 2019 hat die DB bereits den Abschnitt Hannover–Göttingen saniert, nach Mannheim–Stuttgart in diesem Jahr geht es 2021 zwischen Göttingen und Kassel weiter.


red