Überpufferung führte im Oktober 2015 zur Güterzugentgleisung in Hamm

Foto: BEU

Die Entgleisung eines Güterzuges im Rangierbahnhof Hamm vor fünf Jahren ist laut dem Zwischen­bericht der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) auf eine Überpufferung zurückzuführen.

Im Rangierbahnhof Hamm kam es am 23. Oktober 2015 gegen 02:37 Uhr zur Entgleisung eines durchfahrenden Güterzuges. DGS 75828 auf dem Weg von Rheinhausen nach Pirna entgleiste damals auf Höhe der Weiche 135 mit drei in der Mitte des Zuges laufenden Autotransportwagen (leere Laaeks).

Advertisements

Ursächlich für den Unfall war laut der BEU eine Kombination verschiedener Faktoren, die durch die Infrastruktur, den Betrieb und die Fahrzeugtechnik beeinflusst wurden. Das Zusammenwirken dieser Faktoren führte zu hohen Längsdruckkräften im Zug, wodurch es auf Höhe der Weiche 135 zu einer Überpufferung und letztendlich zur Entgleisung kam.

Bei dem Unfall entstanden Sachschäden am Oberbau und an den betroffenen Wagen in Höhe von rund 150.000 Euro.


red