Bundesregierung hält an geplanter Eigenkapitalerhöhung bei der Deutschen Bahn AG fest

Foto: DB AG / Volker Emersleben

Die Bundesregierung geht nach eigenen Angaben unverändert davon aus, 80 Prozent der nach Gegensteuerung durch den DB-Konzern verbleibenden Coronaschäden in Form einer Eigenkapitalerhöhung bei der Deutschen Bahn AG auszugleichen.

Der Bund als Eigentümer der Deutschen Bahn AG hatte im Juni dem Unternehmen infolge der coronabedingten Einnahmeausfälle eine Eigenkapitalerhöhung in Höhe von fünf Milliarden Euro zugesagt. Man warte nun aber das Ergebnis der beihilferechtlichen Prüfung der Europäischen Kommission zur Eigen­kapitalerhöhung der DB AG ab, schreibt die Regierung in einer Antwort auf eine Anfrage der FDP-Fraktion. Unabhängig davon würden die von der DB AG zugesagten internen Gegensteuer­ungs­maßnahmen umgesetzt.

Ein Ausbleiben der Zahlung könnte nach Einschätzung der Bundesregierung „die Refinanzierungs­möglichkeiten und -kosten der DB AG am Kapitalmarkt verschlechtern.“ Der Bund schätzt den wirtschaftlichen Schaden durch die Corona-Krise bei der Deutschen Bahn bis zum Jahr 2024 auf 11 bis 13,5 Milliarden Euro.


red