Deutsche Bahn: Vegetationspflege an Bahnstrecken macht Zugverkehr deutlich sturmsicherer

Foto: DB AG / Benjamin Eichler

Das neue Vegetationsmanagement der Deutschen Bahn (DB) zeigt erste Erfolge. Nach Angaben des Unternehmens sind sturmbedingte Schäden an Gleisen und Oberleitungen in den letzten zwei Jahren deutlich zurückgegangen.

Seit 2018 setzt die DB mehr Geld und mehr Personal ein, um die Bäume entlang der Strecken besser zu kontrollieren und zu pflegen. Den Bahnwald betreut dabei ein Expertenteam, das die Vegetationspflege seither deutlich ausgeweitet hat. Mehr als 1.000 Förster und Vegetationspfleger sind derzeit entlang der Gleise im Einsatz. Ihre Hauptarbeit: Der bewährte Rückschnitt sechs Meter rechts und links der Gleise und die Entnahme kranker, instabiler Bäume in den Wäldern. Für die Inspektion des Baumbestands kommt auch moderne Technik zur Anwendung: Mit Hilfe von Satelliten und Drohnenaufnahmen entstehen hochpräzise digitale Vegetationskarten. Sie helfen dabei, sturmanfällige Bäume noch schneller zu identifizieren und die Pflege weiter zu verbessern.

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Nach Angaben des Unternehmens ist die Zahl der sturmbedingten Schäden durch Bäume an Gleisen und Oberleitungen in den letzten zwei Jahren um 25 Prozent zurückgegangen. „Diese Bilanz ist erfreulich und zeigt, dass wir auf einem guten Weg und unsere verstärkten Maßnahmen richtig sind“, sagt DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla. „Jedes Jahr investieren wir die Rekord­summe von 125 Millionen Euro, um die Vegetation entlang der Gleise robust und sturmsicher zu machen. Schließlich wollen wir für unsere Fahrgäste bei jedem Wetter verlässlich sein.“ Klar sei aber auch: Einen hundertprozentigen Schutz vor Sturmschäden an Gleisen und Oberleitungen könne es angesichts der steigenden Extremwetterlagen nicht geben, so Pofalla weiter.


Mit 28.000 Hektar ist die DB einer der größten Waldbesitzer Deutschlands. 70 Prozent des insgesamt 34.000 Kilometer langen Streckennetzes führen durch Gebiete mit Baumbestand. Laut einem Gutachten des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) aus dem Jahr 2018 ist die Deutsche Bahn von den Auswirkungen des Klimawandels so stark betroffen wie kein anderes großes Unternehmen in der Bundesrepublik.

Wie eine Bahnsprecherin mitteilt, entwickelt der Konzern seine Strategien für einen wetterfesten Bahnwald kontinuierlich weiter. Dies geschieht häufig in Zusammenarbeit mit privaten Wald­besitzerinnen und Waldbesitzern, Kommunen oder dem Bund. Auch Umwelt- und Naturschutz­behörden seien in die Vegetationspflege eingebunden.


red