Personenzug kollidiert bei Kohlwesa mit Kuh – Weiterer Unfall bei Varel

Foto: Pixabay (Symbolbild)

Ein Personenzug hat am späten Mittwochabend (11. November) eine im Gleis stehende Kuh erfasst. Das Tier verstarb noch an der Unfallstelle. Erst einen Tag zuvor war es zu einem ähnlichen Unfall gekommen.

Der Vorfall ereignete sich gegen 23:50 Uhr in der Nähe der Gemeinde Kohlwesa im sächsischen Landkreis Bautzen. Kurz vor dem Aufprall hatte der Lokführer noch eine Schnellbremsung eingeleitet. Die Bahnstrecke wurde infolge des Unfalls vorübergehend gesperrt. Die Fahrgäste blieben unverletzt. Im Frontbereich des Zuges entstanden durch den Unfall Beschädigungen

Wie ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Ebersbach mitteilte, waren vor Ort noch zehn weitere Kühe in Gleisnähe anzutreffen. Die Beamten trieben die Tiere gemeinsam mit Einsatzkräften der Ortsfeuerwehren Breitendorf und Hochkirch aus dem Gefahrenbereich. Zusammen mit dem Tierhalter wurde der Elektrozaun der in der Nähe befindlichen Weide überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass die Tiere den Zaun an einer Stelle offenbar niedergetrampelt hatten. Der Tierhalter gab an, dass er den Zustand des Zaunes täglich prüfe. Die Bahnstrecke konnte laut Polizeiangaben gegen 03:50 Uhr wieder freigegeben werden.

Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des fahrlässigen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

Weiterer Unfall bei Varel im Landkreis Friesland

Bereits am Dienstag (10. November) war es auf der Bahnstrecke zwischen Jaderberg und Hohenberge zu einem ähnlichen Unfall gekommen: Laut einem Bericht der Nordwest Zeitung wurden gegen 19:15 Uhr zwei Kühe bei Varel im niedersächsischen Landkreis Friesland von einem Güterzug angefahren und tödlich verletzt. Die Tiere waren offenbar von einer Weide ausgebrochen, die sich rund fünf Kilometer entfernt befindet. Die Lok ist bei dem Unfall schwer beschädigt worden und musste abgeschleppt werden. Die Bergungsarbeiten dauerten bis etwa 23 Uhr. Der Lokführer blieb unverletzt.


red