Zwei PKW-Fahrer nutzen gesperrten Bahnübergang und fahren sich im Gleisbereich fest

Foto: Bundespolizei

Gleich zwei PKWs mussten am Donnerstag (12. November) an einem Bahnübergang in der Gemeinde Sülstorf in Mecklenburg-Vorpommern aus dem Gleisbereich geborgen werden. Trotz einer Sperrung für alle Straßenverkehrsteilnehmer hatten zwei Autofahrer versucht, den Bahnübergang mit ihren Fahrzeugen zu überqueren.

Laut der Bundespolizeiinspektion Rostock hatte sich gegen 17:15 Uhr zunächst ein 46-Jähriger festgefahren. Da das Fahrzeug nicht mehr aus eigener Kraft aus dem Gleisbereich gelangte, musste es durch die Feuerwehr geborgen werden. Da trotz der Bauarbeiten am Bahnübergang die Strecke weiterhin in Betrieb ist, musste der Zugverkehr für die Dauer der Bergung zwischen 17:20 und 18:30 Uhr unterbrochen werden.

Keine Stunde später mussten die Einsatzkräfte der Bundes- und Landespolizei sowie der Notfallmanager der Deutschen Bahn erneut zum gleichen Bahnübergang ausrücken. Diesmal war es eine 20-jährige Autofahrerin, die den gesperrten Bahnübergang überqueren wollte. Auch sie fuhr sich im Gleisbett fest, konnte letztlich aber ohne fremde Hilfe den unmittelbaren Gefahrenbereich verlassen. Dabei entstanden am Fahrzeug allerdings größere Beschädigungen, die zur Fahruntüchtigkeit führten. Der PKW musste daher anschließend ebenfalls aus dem Baustellenbereich geborgen werden. Auch hier musste die Bahnstrecke für rund 20 Minuten bis etwa 19:33 Uhr gesperrt werden.


Die Schadenshöhen an den Fahrzeugen und Gleisen müssen laut Polizeiangaben noch ermittelt werden. Durch die Streckensperrungen kam es bei neun Zügen zu insgesamt 145 Minuten Verspätung und zwei Teilausfällen. Gegen beide Autofahrer wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.

In diesem Zusammenhang appelliert die Bundespolizei an alle Autofahrer: „Seien Sie vernünftig! Wir wollen, dass Sie sicher zur Arbeit und zu Ihren Familien kommen. Deshalb nehmen Sie lieber einen Umweg in Kauf, als ihr oder das Leben anderer bzw. ihre Gesundheit und anderer zu riskieren“, sagte Bundespolizeisprecher Frank Schmoll.


red