Mann versprüht Pfefferspray im Zug – Reisende muss ärztlich behandelt werden

Foto: Bundespolizei (Symbolbild)

Weil ein 31-jähriger Mann in einem Regionalexpress auf der Fahrt von Eutin nach Pönitz im Zug Pfefferspray versprüht hatte, musste eine Frau wenig später durch eine Rettungs­wagen­besatzung ärztlich betreut werden.

Als eine Streife der Bundespolizei aus Lübeck am vergangenen Mittwoch (11. November) am Bahnhof Pönitz eintraf, wurde die Geschädigte bereits ambulant behandelt. Nach ersten Zeugenaussagen hatte der Täter mit anderen jungen Leuten den Zug verlassen und war in Richtung Ortsmitte von Pönitz unterwegs. Im Rahmen der Nahbereichsfahndung konnte laut einem Polizeisprecher ein 31-jähriger Deutscher ermittelt werden. Auf Befragen händigte der Mann den Beamten das Pfefferspray mit dem Zusatzvermerk „Tierabwehrspray“ aus.

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Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,06 Promille. Gegenüber den Beamten gab der Mann an, dass das Pfefferspray beim Herausziehen aus der Hosen­tasche einen Sprühstoß abgegeben habe. Die Beamten haben gegen den 31-Jährigen eine Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gefertigt.

Die Bundespolizei weist daraufhin, dass Pfefferspray mit dem Zusatz „Tierabwehrspray“ nur zur Abwehr von aggressiven Tieren eingesetzt werden darf. Nur in den Fällen der Notwehr gemäß § 32 StGB sei es auch gegen Menschen zulässig. Tierabwehrspray ist nicht nur extrem entzündbar, sondern verursacht auch schwere Augen- und Atemwegsreizungen.


red