Mehrfach Steine auf Schienen gelegt – Bundes­polizei ermittelt junge Tat­verdäch­tige

Foto: Bundespolizei

Im Bereich Köln-Mülheim wurden in letzter Zeit vermehrt gefährliche Eingriffe in den Bahnverkehr festgestellt. In der vergangenen Woche konnten Beamte der Bundes­polizei nun die dazugehörigen Tatverdächtigen ermitteln.

Schottersteine auf den Schienenköpfen, das stellten Bundespolizisten zwischen dem 8. und 10. November jeden Tag im Bereich der Bahngleise in Köln-Mülheim fest. Am vergangenen Dienstag konnten dann mehrere Tatverdächtige festgestellt werden – Kindergelächter brachte die Beamten auf ihre Spur. Drei Kinder befanden sich im Gefahrenbereich der Gleise und hatten offenbar großen Spaß daran, die Schottersteine zersplittern zu sehen, sagte ein Bundespolizeisprecher.

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Wie gefährlich ihr Handeln tatsächlich war, war den Jungen offenbar nicht bewusst. Der 9-Jährige und die beiden 12-Jährigen gaben bei späterer Befragung die Taten der letzten Tage gegenüber der Bundespolizei unumwunden zu. Sie wären der überzeugten Meinung gewesen, dass die Züge das Überfahren der Steine aushalten würden – sie hätten ja schließlich „Eisenreifen“.



Auf dem Weg zu den Eltern der Kinder erhielten die Beamten noch den Hinweis auf einen weiteren Tatverdächtigen, der ebenfalls in den letzten Tagen an diesem lebensgefährlichen „Spiel“ teilgenommen hatte. Auch er wurde in Gewahrsam genommen und ebenso wie seine Freunde zu seinen Eltern gebracht. Dort erhielten sowohl die Jungen, als auch die Eltern ausführliche Belehrungen über die Gefahren der Bahnanlagen. Außerdem wird die Kölner Staatsanwaltschaft über die rechtswidrigen Taten der strafunmündigen Kinder informiert.

Die Bundespolizeiinspektion Köln bittet aus gegebenem Anlass nochmals alle Eltern darum, ihre Kinder auf die Gefahren von Bahnanlagen hinzuweisen. Der Aufenthalt im Gleis ist verboten und lebensgefährlich.


red