Neue Skoda-Doppelstockzüge nehmen ab Dezember Fahrgastbetrieb auf

Foto: DB AG / Uwe Miethe

Die neuen Doppelstockzüge für den München-Nürnberg-Express starten ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember nach und nach in den Fahrgastbetrieb.

Wie die Deutsche Bahn am Montag mitteilte, werden die neuen Doppelstockzüge für den schnellen Regionalverkehr zwischen München und Nürnberg zum Fahrplanwechsel sukzessive eingesetzt. Laut einem Bahnsprecher soll anfangs nur ein Fahrzeug pro Tag eingesetzt werden, „im Laufe des Jahres 2021 werden dann nach und nach alle Züge des RE 1 zwischen München und Nürnberg auf die neuen Fahrzeuge umgestellt.“

Die neuen Züge des tschechischen Bahntechnikhersteller Skoda Transportation, die aus einer Lok der Baureihe 102 und sechs Doppelstockwagen bestehen, bieten mit insgesamt 676 Sitzplätzen deutlich mehr Platz als die bisher eingesetzten lokbespannten Intercity-Züge im Regio-Design. Zudem verfügen die Neufahrzeuge über eine rollstuhlgerechte Einrichtung und mehr Fahrradstellplätze. Auch die Einstiege sind mit breiten Schiebetüren versehen und barrierefrei.

Foto: DB AG / Uwe Miethe

Bevor die Doppelstockzüge in knapp einem Monat für den Fahrgastbetrieb zum Einsatz kommen, durchlaufen sie bis zum 10. Dezember einen Probebetrieb. Hierfür verkehren die Züge immer von Montag bis Donnerstag auf den Strecken München–Treuchtlingen und München–Ingolstadt.

Die Deutsche Bahn musste ganze vier Jahre auf die neuen Züge warten. Die im Jahr 2013 bestellten Fahrzeuge sollten ursprünglich bereits im Dezember 2016 in Betrieb gehen. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten und technischen Problemen hatte sich der Betriebsstart jedoch immer wieder verschoben.


Durch den Einsatz der neuen Skoda-Züge kann nach Angaben des Bahnsprechers ab dem Fahrplanwechsel am Morgen eine weitere umsteigefreie, schnelle Verbindung von Nürnberg nach München (Abfahrt 6.05 Uhr Nürnberg Hbf) und am Nachmittag eine weitere umsteigefreie, schnelle Verbindung von München bis Nürnberg (Abfahrt 16.22 Uhr München Hbf) angeboten werden. „Wir freuen uns sehr, dass die neuen Skoda nun endlich zum Einsatz kommen. Der Zulassungsprozess hat sich leider als sehr komplex erwiesen, dadurch hat sich der Einsatz der Fahrzeuge immer wieder verzögert. Wir hatten dabei immer unsere Kunden im Blick, deswegen war uns vor allem immer wichtig, am Ende ein funktionierendes, verlässliches Produkt auf die Schiene zu bringen“, so Hansrüdiger Fritz, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Bayern. Wie es weiter heißt, wollen die Deutsche Bahn und Hersteller Skoda „weiter kontinuierlich an der Optimierung der Fahrzeuge“ arbeiten.


red