Nach Tarifeinigung mit DB-Konzern: EVG will wegen Corona-Bonus nachverhandeln

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Zwei Monate nach der Einigung auf einen neuen Tarifvertrag mit der Deutschen Bahn stellt die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Nachforderungen. Laut einem Medienbericht verlangt sie umgehende Verhandlungen über einen Corona-Bonus für die Beschäftigten.

Wie Verhandlungsführer Kristian Loroch laut einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte, erwarte er, dass die Deutsche Bahn „alles unternimmt, was nötig ist, um eine Corona-Prämie zu zahlen.“

Im September hatten beide Seiten vereinbart, dass die Beschäftigten von Januar 2022 an 1,5 Prozent mehr Geld erhalten sollen – angesichts der Milliardenverluste in der Corona-Krise ein vergleichsweise kleiner Gehaltssprung. In den kürzlich gescheiterten Schlichtungs­verhandlungen mit der konkurrierenden Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte die Deutsche Bahn zusätzlich eine steuerfreie Einmalzahlung in Höhe von 800 Euro für die unteren sowie 600 Euro für die höheren Lohngruppen angeboten.



„Wenn eine solche Prämie machbar ist, dann sollte sie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Bus und Bahn nicht vorenthalten werden, selbst wenn die Schlichtung gescheitert ist“, sagte Loroch und fügte hinzu: Die Kolleginnen und Kollegen hätten sich eine finanzielle Anerkennung ihrer hervorragenden Leistungen mehr als verdient.

Loroch verwies laut dem dpa-Bericht zudem darauf, dass die Beamten im DB-Konzern einen Corona-Zuschlag erhalten. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland knapp 215.000 Mitarbeiter, darunter etwa 20.000 Beamte aus der Zeit der Bundesbahn.


red