Erfurt Hbf: Mann klettert auf Oberleitungs­mast und löst Polizei­einsatz aus

Foto: DB AG (Symbolbild) | aktualisiert am 18. November 2020, 13:24 Uhr

Ein Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst hat am Dienstag (17. November) für erhebliche Beeinträchtigungen im Erfurter Hauptbahnhof gesorgt.

Laut einer Mitteilung der Polizei war ein Mann über die Gleise gelaufen und auf einen Oberleitungsmasten geklettert. Da die Stromleitungen unter einer Spannung von 15.000 Volt stehen, hatte er sich dadurch in erhebliche Lebensgefahr begeben.

Wie der MDR berichtet, wurde unter anderem der Höhenrettungsdienst der Berufsfeuerwehr zum Einsatzort alarmiert. Auch ein Kriseninterventionsteam der Landespolizei wurde angefordert.

Die Sperrung des Erfurter Hauptbahnhofs hatte erhebliche Auswirkungen auf den Nah- und Fernverkehr. Zahlreiche Züge wurden umgeleitet oder fielen aus. Am Dienstagabend konnten laut Polizeiangaben einige der Gleise in Richtung Weimar und Dresden wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Polizeieinsatz nach neun Stunden beendet

Nach Angaben der Bundespolizei konnte der Einsatz in der Nacht zu Mittwoch gegen 1:15 Uhr beendet werden. „Durch die erfolgreiche Kommunikation der Verhandlungsspezialisten konnte der Mann nach ca. 9 Stunden mit Hilfe der Höhenrettung zum Verlassen des Mastes bewegt werden“, teilte ein Bundespolizeisprecher mit. Durch medizinisches Personal wurde der polnische Staatsangehörige für erste Untersuchungen in ein Krankenhaus verbracht. Die Ermittlungen zu den Motiven sowie die strafrechtliche Arbeit stehen nun im Vordergrund des weiteren Vorgehens, so der Sprecher weiter. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten die erwirkten Strecken- und Gleissperrungen aufgehoben werden.


red