Schienenhilfe sammelt 10.000 Euro für Klage gegen die Deutsche Bahn

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Feuerwehr Niederlahnstein (Archiv)

Die Deutsche Schienenhilfe will eine mögliche Schadenersatzklage der Stadt Lahnstein gegen die Deutsche Bahn wegen des Zugunglücks Ende August, bei dem es zu starken Umweltverschmutzungen kam, finanziell unterstützen.

Wie die Initiative, die sich für einen sicheren Güterverkehr in Deutschland und Europa einsetzt, mitteilt, seien dafür 10.000 Euro bei Anwohnern des Mittelrheintals gesammelt worden. Die Summe werde der Stadt bei rechtskräftigem Prozessende als Schenkung angeboten, schreibt Jochen Zenthöfer, Sprecher der Deutschen Schienenhilfe, in einer Mitteilung.

„Die Verantwortlichkeiten müssen in einem möglichen Zivilprozess klar benannt werden“, sagte Zenthöfer. Sollten sich im Prozess die Parteien einigen und sich auf einen sogenannten Vergleich verständigen, will die Schienenhilfe die Summe nicht zur Verfügung stellen: „Ein Vergleich ist kein Urteil. Ein Urteil wäre aber wichtig als Maßstab, falls es künftig wieder zu Unglücken kommen sollte.“ Das Mittelrheintal sei tagtäglich gefährdet, „Tag und Nacht können noch viel schlimmere Unglücke geschehen“, so der Sprecher der Schienenhilfe weiter.


Die Stadt Lahnstein hat nach dem schweren Güterzugunfall Ende August einen Rechtsanwalt beauftragt. Nach Angaben des SWR soll er mögliche Schadensersatzansprüche gegen die Deutsche Bahn prüfen und durchsetzen. Die Stadt fordert außerdem, dass der DB-Konzern in den kommenden 30 Jahren für Folgeschäden aufkommt.


red