26-jährige Frau verpasst Regionalbahn und nutzt stattdessen Güterzug

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: EVN (Symbolbild)

Weil eine junge Frau ihren Regionalzug verpasst hatte, sprang sie kurzerhand auf einen leeren Autotransportzug auf und sorgte damit für einen Polizeieinsatz.

Laut Angaben der Bundespolizei war die 26-Jährige am Mittwochnachmittag (18. November) auf einen im Osnabrücker Hauptbahnhof halten den Güterzug aufgesprungen, nachdem sie um kurz nach 14 Uhr einen Regionalzug in Richtung Bielefeld verpasst hatte. Als sich der Güterzug wieder in Bewegung setzte, wurde die Frau bei ihrer Aktion beobachtet. Der Fahrdienstleiter informierte den Lokführer, dass sich auf einem der Autotransport­wagen eine Person aufhalten würde.



Während der knapp fünfminütigen Fahrt bis zum außerplanmäßigen Halt am Bahnhof Wissingen hatte der Zug zwischenzeitlich bereits eine Geschwindigkeit von 100 km/h erreicht. Eine Streife der Bundespolizei nahm die 26-Jährige in Empfang und leitete ein Ermittlungsverfahren gegen sie ein. Der Vorfall hatte bahnbetriebliche Beeinträchtigungen zur Folge.

Dass sich die junge Frau mit ihrem Handeln leichtsinnig in erhebliche Gefahr gebracht hatte, war ihr offenbar nicht bewusst. Die Bundespolizei warnt daher in diesem Zusammenhang eindringlich vor den Gefahren, die bei der unberechtigten Mitfahrt auf oder an einem Zug drohen. „Waghalsige Aktionen wie in diesem Fall sind lebensgefährlich. Die Gefahren gehen dabei nicht nur vom Zugverkehr an sich, sondern auch von Betriebsanlagen, wie z.B. stromführenden Teilen aus“, so ein Bundespolizei­sprecher.


red