Bahnknoten Köln: Planung zum zweigleisigen Ausbau der S 11 bis Bergisch Gladbach beauftragt

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: DB AG / Axel Hartmann

Die Deutsche Bahn hat ein weiteres Planungspaket für den Ausbau der Linie S 11 vergeben. Für den Streckenabschnitt von Köln-Holweide bis zum Bahnhof Bergisch Gladbach ist die Entwurfs- und Genehmigungsplanung beauftragt und gestartet.

Das Paket umfasst ein Finanzvolumen von knapp vier Millionen Euro. Es enthält den zwei­gleisigen Streckenausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach. Auch der Bahnhof Bergisch Gladbach und der Haltepunkt Duckterath sollen vom Ausbau profitieren und weitere Bahnsteige erhalten. Die Stationen Köln-Holweide und Köln-Dellbrück sollen zudem komplett barrierefrei umgebaut werden.

„Der Ausbau des Knoten Köln spielt eine zentrale Rolle, um die Kapazität auf dem bundesdeutschen Netz insgesamt zu erhöhen“, sagt DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla. Darüber hinaus sei es für die Akzeptanz solcher Projekte wichtig, die Bevölkerung von Anfang an in die Planung mit einzubeziehen, wie man dies hier tue. Auch Norbert Reinkober, Geschäftsführer des Nahverkehr Rheinland (NVR) betont, dass der Ausbau dringend notwendig sei: „Vor der Corona-Krise hatten wir im S-Bahn-Bereich immense Fahrgast­steigerungen und niemand will, dass Fahrgäste an den Bahnsteigen zurückbleiben, wenn die Pandemie überstanden sein wird.“

Bergisch Gladbach führt die Liste der Pendlerströme nach Köln deutlich an, noch vor Leverkusen und Bonn. Rund 18.000 Menschen fahren laut Landesbetrieb IT NRW von dort als Einpendler täglich in die Domstadt. Der Ausbau der Schieneninfrastruktur zielt darauf ab, die S 11 künftig im 10-Minuten-Takt fahren zu können.



Die Planungen für den Ausbau erfolgen digital mit dem sogenannten Building Information Modelling. Dabei werden die Planungen dreidimensional angelegt und mit technischen Eigenschaften sowie mit Kosten- und Zeitplänen digital verknüpft.

Der Knoten Köln ist mit jährlich mehr als 440.000 Zügen und 100 Millionen Fahrgästen am Kölner Hauptbahnhof eines der größten Nadelöhre im europäischen Schienenverkehr. Da sich Nah-, Fern- und Güterverkehr die Gleise teilen, wirken sich Störungen laut dem NVR gleich auf das gesamte Schienensystem in der Region aus. Um diese Wechselwirkungen aufzulösen, sollen zudem in Köln Hbf und Köln Messe/Deutz zwei weitere S-Bahngleise entstehen. Damit sollen die Verkehre weiter entzerrt werden.


red