PKW-Fahrer kollidiert mit Alstom-Wasserstoffzug

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: privat

Der in Österreich für Fahrgastprobefahrten eingesetzte Wasserstoffzug Coradia iLint von Zughersteller Alstom ist am Donnerstag (19. November) bei einem Bahnübergangs­unfall beschädigt worden.

Nach Angaben der Landespolizeidirektion Niederösterreich hatte ein 77-jähriger PKW-Fahrer gegen 9 Uhr morgens einen unbeschrankten Bahnübergang zwischen Weikersdorf und Winzendorf befahren und dabei den Zug offenbar übersehen. Es kam zur Kollision zwischen beiden Fahrzeugen. Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschte Nebel.

Der PKW wurde im Heckbereich vom Triebwagen erfasst und zur Seite geschleudert. Das Fahrzeug kam neben dem Gleis auf dem Dach zum Liegen. Der 77-Jährige wurde bei dem Unfall verletzt und vom Rettungsdienst in ein Klinikum eingeliefert. Ein Alkoholtest bei dem Mann verlief negativ.


Der Lokführer, vier Bedienstete des Service- und Kontrolldienstes sowie acht Fahrgäste blieben unverletzt. Die Bahnstrecke zwischen Winzendorf und Bad Fischau-Brunn war für rund eineinhalb Stunden bis etwa 10:33 Uhr gesperrt.

Der bei dem Unfall beschädigte Triebwagen verkehrt seit September auf Bahnstrecken in Niederösterreich. Der mehrere Wochen andauernde Probebetrieb mit Fahrgästen sollte zeigen, ob der mit Wasserstoff angetriebene Zug eine Alternative zum bisherigen Einsatz der Dieseltriebwagen sein könnte.


red