Zugentgleisung im November 2019 in München: BEU stellt Fahrzeugmängel fest – Ursache weiter unklar

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: EVN (Archiv) | aktualisiert am 22. November 2020, 15:27 Uhr

  AKTUALISIERT   Die Zugentgleisung in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofs im November letzten Jahres wird weiter untersucht. Bei der Unfallermittlung wurden „fahrzeugtechnische Mängel“ festgestellt. Damals waren zwei Reisezugwagen im Weichenbereich aus der Spurführung geraten.

Wie die Unfallermittler der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) mitteilen, sind im Rahmen der Untersuchung zur Entgleisungsursache „fahrzeugtechnische Mängel an den Reisezugwagen“ erkannt worden. Das geht aus dem Zwischen­bericht der BEU hervor. Nähere Angaben, um welche genauen Mängel es sich gehandelt hat, machen die Unfall­ermittler noch nicht. Ob diese tatsächlich auch zur Entgleisung geführt haben, ist noch unklar. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen.



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Bei der Entgleisung von Zugfahrt DPE 79497 am 22. November 2019 gegen 16:10 Uhr, auf dem Weg von München nach Kufstein, ist eine Person leicht verletzt worden. Der Unfall hatte sich kurz nach der Abfahrt im Münchner Hauptbahn­hof in Weiche 101 ereignet. Es entstanden dabei erhebliche Sachschäden an der Infrastruktur sowie an zwei Reisezugwagen und dem Triebfahrzeug. Die verunfallten Reisezugwagen gehören zum Eisenbahnunternehmen TRI.


Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version wurde fälschlicherweise behauptet, dass der Unfall durch „Fahrzeugmängel“ verursacht wurde. Richtig ist, dass die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind und die Unfallursache noch nicht feststeht.


red