Hegelmann will mehr Transporte auf die Schiene setzen

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Hegelmann

Die Hegelmann Gruppe hat angekündigt, ihr Angebot im Bereich intermodaler Verkehrs­lösungen auszubauen und künftig vermehrt auf Schienentransporte zu setzen.

Damit reagiert das Bruchsaler Logistikunternehmen nach eigenen Angaben auf die Herausforderungen, die der Klimawandel und das neue EU-Mobilitätsabkommen an die Branche stellen. Über zahlreiche Routen will Hegelmann so Deutschland, Frankreich, Italien, Litauen, Polen, Spanien und die Benelux-Staaten vernetzen. „Der Gütertransport auf der Straße ist zwar systemrelevant, bringt aber auch viele negative Konsequenzen mit sich. Schadstoffausstoß, Lärmemissionen sowie Staus und Unfälle belasten Menschen und Umwelt“, sagt Siegfried Hegelmann, geschäftsführender Gesellschafter der Hegelmann Group.

Aktuellen Prognosen zufolge wird das Transportvolumen in den kommenden Jahren deutlich zunehmen. „Um den Straßenverkehr zu entlasten und unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern, setzen wir zukünftig stärker auf intermodale Lösungen“, erklärt Hegelmann.



Die effiziente Kombination von Lkw und Bahn bietet der Bruchsaler Logistikdienstleister in weiten Teilen Europas an. Durch die Kooperation mit auf intermodalen Verkehr spezialisierte Partner kann Hegelmann Standardauflieger nutzen. Der Vorteil: „Nicht die Waren selbst, sondern die gesamte Ladeeinheit wird umgeschlagen. Unsere Kunden sparen dadurch Zeit und Geld, zudem setzen sie ein Zeichen für eine nachhaltige Logistik“, so Hegelmann.

Auch vor dem Hintergrund des im neuen EU-Mobilitätsabkommen geregelten Verbots, die wöchentliche Ruhezeit in der Lkw-Kabine zu verbringen, will das Unternehmen vermehrt Transporte auf die Schiene verlegen. „Es gibt nicht genug Orte, wo Fahrerinnen und Fahrer sowie ihre beladenen Lkw die Nächte sicher verbringen können“, macht Hegelmann deutlich. Deshalb sei es sinnvoll, nach Alternativen zum Lkw-Verkehr zu suchen.


red