Lokführer muss wegen Hindernisbereitung Schnellbremsung einleiten

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Bundespolizei (Archiv/Symbolbild) |

Bislang unbekannte Täter haben am Sonntag (22. November) einen Zug der Cantus Verkehrsgesellschaft zur Schnellbremsung gezwungen. Der 21-jährige Lokführer hatte mehrere Personen wahrgenommen, die Hindernisse ins Gleis warfen.

Polizeiangaben zufolge bemerkte der Lokführer gegen 19.25 Uhr auf Höhe des Haltepunkts Eschwege-Niederhone in Richtung Stadtbahnhof Eschwege (Hessen), dass von einer Personengruppe zwei Fahrräder in den Gleisbereich geworfen wurden. Anschließend entfernten sich die Unbekannten. Der 21-Jährige leitete daraufhin eine Schnellbremsung ein und kam mit dem Triebwagen zum Stillstand, ohne die Fahrräder zu überrollen.

Eine Streife der Polizei in Eschwege nahm am Geschehensort die ersten Ermittlungen auf und stellte die Fahrräder sicher. Nach der Befragung des Lokführers soll es sich bei den Tatverdächtigen um fünf männliche Personen im geschätzten Alter zwischen 16 und 25 Jahren handeln. Alle waren mit Kapuzenpullis, sogenannten „Hoodies“ bekleidet, drei Personen mit einem schwarzen, eine Person mit einem roten und eine Person mit einem weißen.



Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich laut einem Polizeisprecher 20 Fahrgäste an Bord des Zuges; alle Insassen blieben unverletzt. Gegen 19.50 Uhr konnte die Cantus-Bahn ihre Fahrt schließlich fortsetzen.

Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Verdacht der Nötigung eingeleitet. Zeugen, die Hinweise zur Tat oder den Tätern machen können, werden gebeten, sich an die Polizei Eschwege unter der Telefonnummer 05651/925-0 oder an die Bundespolizei Kassel (Telefon: 0561/81616-0) zu wenden.


red