Lokführer­gewerkschaft fordert Impf­vorrang für Bahnbeschäftigte

(EVN Redaktionsdienst / dts Nachrichtenagentur) – Foto: Pixabay (Symbolbild) |

Claus Weselsky, Chef der Lokführergewerkschaft GDL, hat sich für eine rasche Impfung von Bahnmitarbeitern ausgesprochen.

Weselsky sagte der Rheinischen Post, um den Verkehr auf der Schiene auch in Pandemie-Zeiten aufrechtzuerhalten, sei das gesamte direkte Personal aller Eisenbahnverkehrs- und Infrastrukturunternehmen gefordert. „Es ist daher systemrelevant.“

Neben Lokomotivführern und Zugbegleitern gehörten dazu auch Fahrdienstleiter und Werkstattmitarbeiter. „Wir geben zwar keine Impfempfehlung, da Impfungen im persön­lichen Freiheitsbereich der Menschen angesiedelt sind und weder von der Politik noch von Arbeitgebern angeordnet werden dürfen. Wenn das direkte Personal jedoch eine Corona-Impfung wünscht, dann hat sie kostenfrei und prioritär zu erfolgen“, forderte der GDL-Chef.



Auch Gewerkschaftsvertreter von Polizisten, Lehrern und Erziehern forderten für ihre Berufsgruppen einen solchen Impfvorrang. So nannte es der NRW-Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Michael Mertens, in der Rheinischen Post „zwingend erforderlich“, dass die Polizei zur ersten Impfgruppe gehöre. „Wer berufsbedingt in den Nahkörperkontakt muss, sollte sich darauf verlassen können, dass der Dienstherr ihn auch ausreichend schützt.“