Corona-Gipfel: Strengere Kontakt­beschränkungen und Änderungen für den Bahn­verkehr beschlossen

(EVN Redaktionsdienst / dts Nachrichtenagentur) – Foto: DB AG / Hartmut-Joachim Sigrist |

Bund und Länder haben am Mittwoch strengere Kontaktbeschränkungen beschlossen. Die bereits für November festgelegten Regeln werden prinzipiell bis zum 20. Dezember bundesweit verlängert, zum Teil aber auch verschärft. Auch für den Bahnverkehr gibt es Änderungen.

Im Zusammenhang mit den neuen Corona-Regeln haben Bund und Länder am Mittwoch unter anderem beschlossen, dass die Deutsche Bahn die Sitzplatzkapazität im Fernverkehr um über 20 Millionen Platzkilometer pro Tag erhöhen soll, um noch mehr Abstand zwischen den Reisenden zu ermöglichen. Die Reservierbarkeit der Sitzplätze soll parallel dazu beschränkt werden. Das geht aus dem 15-seitigen Beschlusspapier hervor.

Dort heißt es weiter: „Für den Bahnverkehr gilt, den Reisenden, die trotz Einschränkungen reisen müssen, ein zuverlässiges Angebot mit der Möglichkeit, viel Abstand zu halten, anzubieten – unter Einhaltung der im April beschlossenen Verhaltensregeln sowie Gesund­heitsschutzkonzepten. Die Maskenkontrollen werden weiter verstärkt, so dass täglich weit mehr Fernzüge kontrolliert werden.“



Zu den weiteren Regeln gehört, dass die Maskenpflicht zusätzlich zu den bestehenden Vorgaben künftig auch vor Einzelhandels­geschäften und auf Parkplätzen gilt. In Einrichtungen mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 qm darf sich höchstens eine Person pro 10 qm Verkaufsfläche, auf darüber hinausgehenden Flächen höchstens eine Person pro 20 qm Verkaufsfläche aufhalten. Für Einkaufszentren ist die jeweilige Gesamtverkaufsfläche anzusetzen. Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Falle auf maximal 5 Personen über 14 Jahren zu beschränken – außer in Schleswig-Holstein, wo die bisherigen Regeln weitergelten.

Jede Person hat in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs zugänglich sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Darüber hinaus gilt die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung an allen Orten mit Publikumsverkehr in Innenstädten, so auch an Örtlichkeiten in der Öffentlichkeit unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten. In Arbeits- und Betriebsstätten ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, außer an Plätzen, sofern ein Abstand von 1,5 Meter zu weiteren Personen sicher eingehalten werden kann.

Vom 23. Dezember bis 1. Januar sind Treffen im engsten Familien- oder Freundeskreis mit maximal bis zu 10 Personen über 14 Jahren erlaubt. Religiöse Zusammenkünfte mit Großveranstaltungscharakter sollen vermieden werden. An Silvester wird auf belebten Plätzen und Straßen die Verwendung von Pyrotechnik untersagt, auch öffentliche Feuerwerke sind untersagt.