Güterzuglok bleibt nach Strom­abnehmer­abriss im Seehafen Wismar liegen

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: WSPI Wismar |

Am Donnerstagmorgen (26. November) ist es im Seehafen Wismar zu einem Zwischenfall gekommen. An der Lokomotive eines dort einfahrenden Güterzuges war gegen 6.30 Uhr der Stromabnehmer abgerissen.

Laut einem Sprecher der vor Ort zuständigen Wasserschutzpolizeiinspektion Wismar war der Lokführer während der Einfahrt in den Seehafen durch den Rangiermeister unterstützt worden. „Vermutlich gab es Unstimmigkeiten über die Gleisbenutzung. In der Folge blieb die Lok am Ende der Oberleitung mit ihrem Stromabnehmer hängen und riss diesen ab“, so der Polizeisprecher. Durch den Abriss des Stromabnehmers wurde auch die Oberleitung beschädigt. Aufgrund des Vorfalls kam der Zug, der aus einer Lok und 25 mit Holz beladenen Waggons bestand, mit dem Zugende auf dem Bahnübergang in der Poeler Straße zum Stehen. Der Übergang war daher für Fußgänger zeitweilig blockiert.



Bei dem Triebfahrzeug des Bahnunternehmens Holzlogistik und Güterbahn GmbH handelte es sich um eine Lok der Baureihe 187 (Typ TRAXX AC 3 Last Mile von Hersteller Bombardier), die sowohl elektrisch als auch auf kurzen Strecken mit Verbrennungsmotor betrieben werden kann.

Gegen 09.30 Uhr war das blockierte Gleis wieder frei. Es entstand ein Sachschaden von rund 22.000 Euro. Die Ermittlungen zur genauen Ursache durch die im Seehafen zuständigen Beamten dauern an.