Mann zwingt ICE mit Pyrotechnik zur Schnellbremsung

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Bundespolizei (Symbolbild) |

Ein 22-jähriger Mann hat in der Nacht zu Donnerstag (26. November) gegen 1.45 Uhr den Lokführer eines ICE mit einer Art Leuchtfackel zur Schnellbremsung gezwungen.

Wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte, ereignete sich der Vorfall im Bahnhof der hessischen Kleinstadt Gelnhausen. Dort hatte der Mann vom Bahnsteig aus die brennende und hell leuchtende Pyrotechnik vor den durchfahrenden ICE 699 ins Gleis geworfen. Als der Lokführer den brennenden Gegenstand erkannte, leitete er sofort eine Bremsung ein. Von den etwa 200 Reisenden im Zug wurde niemand verletzt.

Unmittelbar nach dem Vorfall verständigte der Lokführer die Bundespolizei und gab an, dass er am Bahnsteig einen komplett schwarz gekleideten Mann erkennen konnte. Eine Streife der Hessischen Landespolizei konnte den Täter wenig später am Bahnhof festnehmen und der Bundespolizei übergeben. Bei der Durchsuchung des 22-Jährigen wurden weitere pyrotechnische Gegenstände gefunden und sichergestellt.



Durch den Vorfall kam es bei acht weiteren Zugverbindungen zu Verspätungen. Laut Polizeiangaben wurden die Sperrungen um 2.35 Uhr wieder aufgehoben. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde der Täter wieder entlassen.

Die Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main hat gegen den 22-jährigen Mann Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet.