Baugrunduntersuchung für viergleisigen Ausbau im Münchner Nordosten

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: DB Netz AG |

Die Deutsche Bahn beginnt in einigen Wochen mit der Baugrunduntersuchung für den rund fünf Kilometer langen viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Daglfing und Johanneskirchen im Münchner Nordosten.

Nach Angaben der Projektverantwortlichen sollen an knapp 120 verschiedenen Punkten Bohrungen beiderseits der heutigen Bahnstrecke zwischen dem Heizkraftwerk München Nord und der Kreuzung der Gleise mit der Autobahn A94 für die Baugrunduntersuchung durchgeführt werden. Dabei werden Bohrkerne gewonnen, mit denen anschließend im Labor anhand verschiedener Untersuchungen Rückschlüsse auf die Eigenschaften des Bodens und den Grundwasserstand gezogen werden.

„Die Bohrungen wurden von ihrem Umfang bereits so gewählt, dass für eine mögliche Tunnelvariante auch Erkenntnisse aus tieferen Bodenschichten ermittelt werden“, heißt es von Seiten der Deutschen Bahn. Dort, wo künftig der Tunnel verlaufen könnte, soll in der Regel bis zu einer Tiefe von 35 bis 40 Metern gebohrt werden.



Die Arbeiten, die ab Mitte Januar starten und Ende April abgeschlossen sein sollen, erfolgen vorrangig auf Grundstücken der Deutschen Bahn oder auf öffentlichem Grund. Sollte das Betreten von Privatgrundstücken nötig sein, so erfolge dies erst nach „vorheriger Absprache und Genehmigung durch den jeweiligen Eigentümer“, erklären die Projektverantwortlichen.

Mit dem viergleisigen Ausbau sollen der S-Bahn- und der Güterverkehr künftig separiert und auf jeweils eigenen Gleisen geführt werden, um den heutigen Kapazitätsengpass auf dem fünf Kilometer langen Streckenabschnitt zu beseitigen. Zu den drei möglichen Varianten gehören ein ebenerdiger Ausbau (voraussichtliche Planungs- und Baukosten: 0,9 Milliarden Euro), ein Ausbau in Troglage (2,2 Milliarden Euro) und ein Ausbau im Tunnel (2,4 Milliarden Euro).