VTG-Güterwagenflotte auf Flüsterbremsen umgerüstet

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: VTG |

Die gesamte Güterwagenflotte des Waggonvermieters VTG, die in Deutschland und der Schweiz zum Einsatz kommt, ist auf leisere Bremssohlen umgerüstet worden.

Wie das Unternehmen mitteilt, sei damit ein finanzieller wie auch organisatorischer Kraftakt pünktlich zum in Kraft tretenden Schienenlärmschutzgesetz, das den Betrieb lauter Güterwagen ab dem 13. Dezember verbietet, geschafft worden. „Die flächendeckende Umstellung auf leise Bremssohlen ist für die gesamte Branche ein wichtiger Schritt in Richtung eines zukunftsfähigen Schienengüterverkehrs“, betont Heiko Fischer, Vorsitzender des Vorstands der VTG AG.

Durch den Einsatz der leiseren Bremssohlen soll das Rollgeräusch der Wagen verringert werden. Dafür kommen statt der bisherigen Graugusssohlen, die das Rad aufrauen, künftig nur noch Verbundstoff- oder Scheibenbremsen zum Einsatz. Allein bei der VTG wurden in  den vergangenen Jahren fast 30.000 Wagen umgerüstet – was Investitionen in Millionenhöhe erfordert hat. Sven Wellbrock, Chief Operating Officer Europe und Chief Safety Officer der VTG AG, ist überzeugt, dass man damit einen „entscheidenden Beitrag für eine höhere Akzeptanz von Schienenverkehren“ in der Bevölkerung leisten kann.


VTG-Chef Fischer macht deutlich, dass der Verkehrsträger Schiene „der Schlüssel für mehr Nachhaltigkeit und geringere CO2-Emissionen im Transportsektor“ sei. Die Schiene brauche aber auch die notwendige Unterstützung aus Politik und Verwaltung. „Denn sie kann ihre Stärken nur ausspielen, wenn die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen stimmen – und zwar in allen Nationalstaaten und auf europäischer Ebene.“