Firmengruppe Max Bögl setzt noch immer auf 60 Jahre alte Rangierlok

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Max Bögl |

Das Bauunternehmen Max Bögl mit Sitz in Sengenthal verfügt über insgesamt drei Rangierlokomotiven – die älteste, eine Lok der Baureihe V60-West, steht mittlerweile seit insgesamt 60 Jahren auf den Gleisen.

Die sechs Jahrzehnte alte Lok mit der Ordnungsnummer 608, die sich seit Ende November 2010 im Bestand der Firmengruppe Max Bögl befindet, verrichtet noch immer ihren Dienst. Auch nachdem der Bögl-V60 vor drei Jahren im Werk Sengenthal eine stärkere und funkferngesteuerte Werklok anderen Bautyps zur Seite gestellt wurde, setzt man dort aufgrund des hohen Frachtaufkommens auch weiterhin auf den Einsatz der V60 608, wie das Unternehmen erklärt. Noch in diesem Jahr soll sie eine neue Hauptuntersuchung erhalten, sodass sie – trotz der vielen Betriebsjahre weiterhin im aktiven Dienst bleiben kann.

Die Maschine ist weitgehend noch im Originalzustand erhalten. Sie verfügt nach wie vor über den originalen Maybach-Motor. Das Aufschalten der Traktion erfolgt auf der Lok nicht wie bei den modernisierten Schwesterlokomotiven mittels Joystick, sondern nach wie vor mit dem klassischen Handrad.

Gebaut wurden die insgesamt 942 Loks der Baureihe V60 in den Jahren 1955 bis 1963 von verschiedenen Herstellerfirmen. Ausgeliefert wurden sie an die Deutsche Bundesbahn. 623 davon – wie auch die V60 608 – wurden mit einem Gewicht von 48 Tonnen als leichte Variante ausgeführt, die restlichen 319 Maschinen bringen es durch den Einbau von Ballastgewichten auf 53 Tonnen.

Auch bei anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen ist dieser Loktyp noch im Einsatz. Selbst bei DB Cargo, der Güterbahntochter der Deutschen Bahn, sind derzeit noch einige V60-Loks im Dienst.