Angebotsverbesserung bei der S-Bahn München

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: EVN |

Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember wird das Zugangebot der S-Bahn München in den Morgenstunden auf allen Außenästen deutlich erweitert. Außerdem sollen bei über 200 Fahrten längere Züge eingesetzt werden. 

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Nahverkehr im Freistaat organisiert, setzt mit Inkrafttreten des 1. Münchner S-Bahn-Vertrages ab Mitte Dezember zahlreiche Verbesserungen um. So wird mit der ersten Betriebsstufe, beginnend mit dem Fahrplan­wechsel am 13. Dezember, montags bis freitags auch auf den Außenästen ein durchgehender 20-Minuten-Takt bis zum Ende der morgendlichen Hauptverkehrszeit angeboten. Bei über 200 Fahrten sollen zudem längere Züge eingesetzt werden, um so mehr Kapazität für die Fahrgäste zu erzielen. Die Laufzeit des 1. Münchner S-Bahn-Vertrages endet 2034.

DB Regio als Betreiber der S-Bahn München erhält mit Beginn des neuen Verkehrsvertrages von der BEG ein festes monatliches Bestellerentgelt, dass sämtliche Aufwendungen, die zum Betrieb nötig sind, abdeckt. Hierzu gehören unter anderem laufende Kosten für Personal, Fahrzeuge, Werkstatt, Energie, Marketing oder Serviceleistungen. Die Einnahmen aus Ticket­verkäufen erhält künftig der Freistaat Bayern.


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Mit Inbetriebnahme der 2. S-Bahn-Stammstrecke – voraussichtlich 2032 – soll auch die zweite Betriebsstufe in Kraft treten. Dann soll der Grundtakt auf den meisten Linien von bisher 20 auf 15 Minuten erhöht werden. Zusätzlich will die BEG Express-S-Bahnen nach Mammendorf, Herrsching, Ebersberg und zum Flughafen im 30-Minuten-Takt fahren lassen. Zudem ist vorgesehen, sogenannte Regional-S-Bahnen weit über das heutige Gebiet des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV) hinaus verkehren zu lassen, nämlich nach Buchloe und Landshut sowie – im Wechsel mit der Express-S-Bahn nach Mammendorf – über Mering nach Augsburg. Damit würde das Fahrtangebot um über 40 Prozent ausgeweitet werden.

Der Einsatz von Neufahrzeugen ist ebenfalls für die zweite Betriebsstufe geplant. Beschafft werden sollen dafür insgesamt 110 Triebzüge, die die derzeitige Fahrzeugflotte zunächst ergänzen und später schrittweise ersetzen sollen. Die neuen S-Bahn-Züge sollen dann so lang sein, wie es heute ein aus drei Fahrzeugen der Baureihe ET 423 bestehender Langzug ist, also knapp 210 Meter. Wie die BEG weiter mitteilt, wird die Deutsche Bahn die neue Fahrzeug­generation im Auftrag des Landes ausschreiben. Die Finanzierung übernimmt der Freistaat Bayern. Sollte es im Rahmen der Vergabe des 2. Münchner S-Bahn-Vertrages, der ab Ende 2034 starten soll, zu einem Betreiberwechsel kommen, würden die Neufahrzeuge auf den neuen Betreiber übergehen.