Schienenhilfe fordert Stopp für laute Güterwagen aus dem Ausland

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Pixabay / Michael Bußmann |

Die Deutsche Schienenhilfe fordert die Güterbahnbetreiber in Deutschland auf, ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember keine lauten Güterwagen mehr aus dem Ausland zu übernehmen.

Hintergrund ist die Ankündigung des Bundesverkehrsministeriums, das Fahren mit lauten Güterwagen erst ab Ende 2021 zu sanktionieren – ein Jahr später als geplant. Damit würden die Sanktionen des Schienenlärmschutzgesetzes, das in gut einer Woche in Kraft tritt, „faktisch Makulatur“, schreibt die Schienenhilfe in einer Mitteilung. Nebenbei würden die deutschen Güterwagenhalter, die zu 99 Prozent auf leise Sohlen umgerüstet haben, für ihren Lärmschutz benachteiligt.


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Wie Jochen Zenthöfer, Sprecher der Initiative betont, liege es jetzt in der Hand der privaten Güterbahnen und der DB Cargo. Sie seien nicht verpflichtet, an den Landesgrenzen die ausländischen Güterwagen zu übernehmen. „Wenn die Waggons noch mit lauten Graugusssohlen unterwegs sind, sollten sie an der Grenze stehen bleiben. Die ausländischen Unternehmen hatten jahrelang Zeit, die Waggons umzurüsten.“ Jetzt dürfe auch nicht Corona als Ausrede benutzt werden, so Zenthöfer weiter. Eine Ausnahme sollte nur bei Waggons gemacht werden, wenn sie medizinische Materialien zur Pandemiebekämpfung transpor­tieren.