Bahntechnik-Start-up will Weichen störungssicherer machen

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Konux |

Das Münchener Bahntechnik-Start-up Konux und die Deutsche Bahn haben einen Großauftrag mit einer Laufzeit von 15 Jahren vereinbart, der die Ausrüstung von Weichen mit Sensortechnik beinhaltet.

Das Vertragsvolumen soll nach Brancheninformationen bei 15 Millionen Euro liegen, berichtete kürzlich das Handelsblatt. Die von Konux entwickelten Sensoren dienen der vorausschauenden Instandhaltung. Wie das Unternehmen selbst schreibt, „werden die Sensoren direkt auf die Schwelle montiert und messen kontinuierlich wichtige Parameter.“ Damit seien mögliche Materialermüdungen und drohende Defekte frühzeitig erkennbar, um Betriebsstörungen zu vermeiden.

Dem Medienbericht zufolge soll Konux 1.300 Weichen auf stark befahrenen Strecken mit seiner Sensortechnik ausrüsten. Insgesamt umfasst das Schienennetz der Deutschen Bahn mehr als 33.000 Streckenkilometer und rund 65.000 Weichen.


Die Firmengründer um Konux-CEO Andreas Kunze wollen die Bahnbranche nach eigenen Angaben „revolutionieren und dafür sorgen, dass Züge pünktlich fahren.“ Zu den Investoren des 2014 gegründeten Münchner Unternehmens gehören neben dem chinesischen Onlinehändler Alibaba auch New Enterprise Associates (NEA), Upbeat Ventures und MIG. Das Gesamt­investment aller Geldgeber beläuft sich auf rund 50 Millionen US-Dollar.